Konkurs: Bangen um Café Plazebo. Beliebtes Lokal schlitterte in die Insolvenz. Inhaber Martin Broser führt den Betrieb trotzdem weiter und ist zuversichtlich, das endgültige Aus der Firma abwenden zu können.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 21. Januar 2019 (14:15)
Schindler
Bis zu 60 Gäste finden in der „Plazebo Coffee Lounge“ von Martin Broser Platz.

Ende 2006 öffnete die „Plazebo Coffee Lounge“ erstmals ihre Pforten am Gänserndorfer Kirchenplatz. Gut 12 Jahre später steckt das beliebte Kaffeehaus in einer schweren Krise. Über das Vermögen von Inhaber Martin Broser wurde am Landesgericht Korneuburg ein Konkursverfahren eröffnet – einer der Gläubiger hatte dies beantragt. Broser selbst gibt sich im NÖN-Gespräch kämpferisch: „Wir haben weiterhin geöffnet und werden das Ganze überstehen.“

Wie kam es zur Zahlungsunfähigkeit? Hat das benachbarte Café „Sweet Hell“ zu viele Gäste abgeworben? Broser: „Nein. Das Problem ist, dass es in der Gastronomie grundsätzlich immer schwieriger wird.“ Ständig gebe es neue Auflagen, dazu kommen steigende Personalkosten.

Übrigens: Zum Insolvenzverwalter wurde der Gänserndorfer Rechtsanwalt Werner Borns bestellt. „Der Masseverwalter wird umgehend die Finanzlage prüfen und entscheiden, ob der Kaffeehaus-Betrieb auf lange Sicht weitergeführt werden kann“, erklärt Stephan Mazal vom Österreichischen Verband Creditreform. Detail am Rande: Als Pächter des Restaurant-Betriebes im „Sport & Freizeitzentrum Stindl“ zog sich Broser bereits Ende 2016 zurück.