„Light-Quarantäne“: Stadtchef Lobner allein zu Haus. VP-Bürgermeister René Lobner musste sich in eine „Light-Quarantäne“ begeben, nachdem ein Parteikollege positiv auf das gefährliche Virus getestet worden war.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 23. September 2020 (04:42)
VP-Landtags-abgeordneter René Lobner: Eine Woche Homeoffice.
Schindler

Eine Woche lang, bis vergangenen Sonntag, war VP-Landtagsabgeordneter und Bürgermeister René Lobner „verkehrsbeschränkt“. Dabei handelt es sich um eine Art der Quarantäne. Lobner konnte zwar sein Haus für Einkäufe oder Spaziergänge verlassen, durfte aber keine Versammlungen und Festivitäten besuchen.

Was war passiert? Der ÖVP-Landtagsklub hatte in der vorvergangenen Woche eine Sitzung. Drei Tage später wurde Landtagsabgeordneter Karl Moser positiv auf Covid-19 getestet. Deshalb mussten alle anderen Abgeordneten, die an der Sitzung teilgenommen hatten, sich in die besagte „Light-Quarantäne“ begeben und auf Corona testen lassen.

Lobner erinnert sich: „Den Test ließ ich bei einem Arzt in Gänserndorf durchführen. Der schickte die Probe ins Labor.“ Dann begann das lange Warten. Und es sollte noch länger dauern, als der Bürgermeister gedacht hatte: „Es hieß, am nächsten Tag würde das Ergebnis feststehen.“ 48 Stunden später wartete Lobner noch immer auf den heiß ersehnten Anruf.

Entwarnung kam 60 Stunden nach Test

Fast 60 Stunden nach dem Test – es hatte ein technisches Gebrechen im Labor gegeben – kam endlich die Entwarnung: Der Stadtchef war negativ. „Insgeheim hatte ich eh mit einem guten Ergebnis gerechnet, weil ich mit Karl Moser keinen direkten Kontakt hatte. Auf der anderen Seite hätte es ja sein können, dass ich mich ganz woanders angesteckt habe.“ Schließlich komme Lobner aufgrund seiner Tätigkeit viel herum.

Übrigens: Auch alle anderen Abgeordneten, die getestet wurden, waren negativ. Und wie verbrachte der Gänserndorfer die Woche daheim? „Mit Homeoffice. Die Arbeit muss ja trotzdem weitergehen.“ Nicht einmal zum Einkaufen ging Lobner hinaus: „Lediglich, um mir die Füße zu vertreten.“

Hat er Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken? „Ich gehöre zum Glück nicht zu den Risikogruppen, die zum Teil schwer erkranken. Insofern sorge ich mich viel mehr, dass ich das Virus in mir habe, ohne es zu wissen, und es an jemanden weitergebe, der zu einer Risikogruppe gehört.“