Mühsamer Prozess: Angeklagter erschien nicht

Ein Streit in Gänserndorf eskalierte und soll nun vor Gericht verhandelt werden. Der Angeklagte erschien allerdings zwei Mal nicht. Jetzt wurde er von der Polizei vorgeführt. Trotzdem kam es nicht zur Verhandlung.

Erstellt am 22. Oktober 2021 | 05:32
Symbolbild Prozess Gericht Gerichtsprozess
Symbolbild
Foto: Shutterstock.com, Africa Studio

Seit dem 22. Februar beschäftigt ein wegen eines Geschäfts eskalierter Streit im Gänserndorfer Albaner-Milieu das Landesgericht Korneuburg. Es soll auch eine gefährliche Drohung gefallen sein, die Richter Martin Gall-Vanek schon zwei Mal verhandeln wollte.

Allerdings war beide Male der Angeklagte nicht erschienen. So wurde er jetzt durch einen Polizisten vorgeführt. Seine ersten Worte waren: „Brauch Dolmetsch.“

Wenig erfreut fragte der Richter nach, warum er das nicht schon früher kundgetan habe. Er sagte, er hätte.

Die Antwort auf die Frage, warum er bisher nicht zu den Verhandlungen gekommen sei, war ebenso wenig befriedigend. Er habe „großes schweres Problem“ mit seinem Privatkonkurs, an dem das vermeintliche Opfer schuld sei.

So blieb Gall-Vanek nichts anderes übrig, als auf den 16. Dezember – vierter Versuch – zu vertagen. C. P.