Neues Gymnasium hat ein Dach

Sanierung und Erweiterung des Konrad Lorenz Gymnasiums sind auf Schiene. Direktorin kämpft derzeit mit Angeboten für die neue Ausstattung und 3.000 Corona-Tests.

Sandra Frank
Sandra Frank Erstellt am 22. September 2021 | 05:41
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Eva Zillinger (3.v.l.) strahlt bei der Gleichenfeier des Konrad Lorenz Gymnasiums, denn Sanierung und Erweiterung des Schulgebäudes liegen genau im Zeitplan.
Foto: Stadtgemeinde Gänserndorf

Wenn der Rohbau steht und das Dach errichtet ist, dann ist es Zeit für eine Gleichenfeier – so will es ein alter Brauch. Dieser Punkt ist nun beim Konrad Lorenz Gymnasium gekommen.

„Wir liegen gut im Zeitplan“, ist Direktorin Eva Zillinger erfreut, dass der Baustoffmangel beim 28-Millionen-Euro-Projekt keine spürbaren Auswirkungen hat. Der Baufortschritt im alten Schulgebäude, von dem – wie berichtet – nur noch die Außenmauern stehen geblieben sind und ein Zubau erfolgt, ist sehr unterschiedlich: „In manchen Räumen ist die Decke drinnen und der Fußboden verlegt. In einem anderen Trakt fehlen noch die Zwischenwände“, berichtet die Direktorin im NÖN-Gespräch.

Im Juni 2022 soll mit der Übersiedlung von Dingen, die sich jetzt in einem Lager befinden, begonnen werden. Zum Schulschluss werden die Utensilien aus dem Containerdorf am Hafergrubenweg in das sanierte Schulgebäude gebracht.

Kostensteigerung bei jedem Sessel

Doch bis es soweit ist, ist Zillinger damit beschäftigt, Kostenvoranschläge und Angebote für die Ausstattung einzuholen. „Hier trifft uns die Kostensteigerung bei jedem Sessel und jedem Tisch, den wir bestellen“, merkt die Direktorin und hofft, dass der „große Schock“, was die Kosten betrifft, ausbleiben wird.

Während Sanierung, Neubau und Angebote einholen zwar Zeit beanspruchen, aber gut laufen, gibt es in einem anderen Bereich eine nervenaufreibendere Baustelle. „Für einen Schulleiter ist es der pure Horror“, sagt Zillinger und denkt an die Corona-Tests, die an den Schulen derzeit durchzuführen sind. Das funktioniere leider sehr schlecht.

3.000 Corona-Tests pro Woche

„Wir haben 1.000 Leute im Haus. Das sind 3.000 Tests pro Woche“, rechnet sie vor und lacht gleichzeitig: „Das sind schon zwei besondere Herausforderungen neben dem Leben im Containerdorf.“

Darum freuen sich Zillinger und ihr Team bereits auf den Schulbeginn 2022: „Der schaut dann hoffentlich ganz anders aus.“