Gänserndorf

Erstellt am 21. Februar 2017, 08:42

von Manuel Mattes

Es war einmal ein Dorf ... . Wolfgang Auinger lud zu einer Führung durch die Bezirkshauptstadt und öffnete selbst alteingesessenen Gänserndorfern die Augen für die historischen Juwele ihrer Heimat.

In nur sechs Monaten wurde der Hauptschul-Turnsaal 1912 aus dem Boden gestampft.  |  NOEN

Der Gänserndorfer Wolfgang Auinger, seines Zeichens staatlich geprüfter „Austria Guide“ und „Zuagraster“, lud anlässlich des Welttags der Fremdenführer zu einem Stadtrundgang – und die interessierten Bürger, darunter auch Polit-Promis und Historikerin Ida Olga Höfler, kamen in Scharen.

Wolfgang Auinger, staatlich geprüfter Fremdenführer, leitete fachkundig durch die Stadt. VP-Stadtrat Manfred Trost (hinten) hörte aufmerksam zu.  |  NOEN, Mattes

Gerechnet hatte man mit etwa 30 bis 50 Personen, schlussendlich lauschten an die 140 (!) Menschen den kurzweiligen und informativen Ausführungen Auingers.

Bahnhof als Ausgangspunkt

Der Aufschwung Gänserndorfs begann mit dem Anschluss an die Nordbahn im Jahr 1838 – nicht umsonst hatte man auch den Bahnhof als Ausgangspunkt der Tour gewählt. Weiter ging es dann über die Exner-Brücke auf die Bahnstraße (zur Zeit des Nationalsozialismus übrigens „Adolf-Hitler-Straße“), wo Auinger dann genauer auf die ehemalige Synagoge einging, die 1889 errichtet wurde und heute als Jugendzentrum für den „youngFOX“-Verein dient.

Im Kulturhaus „Schmied-Villa“ begaben sich die Teilnehmer dann auf eine kommentierte historische Bilderreise, die insbesondere bei älteren Semestern Kindheits- und Jugenderinnerungen aufleben ließ.

Hauptschule feiert heuer 105. Geburtstag

Weiters ging es über die Hans-Kudlich-Gasse in Richtung Hauptschule, deren äußeres Erscheinungsbild sich seit der Errichtung im Jahr 1912 so gut wie nicht verändert hat. Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildete dann das Rathaus, das eine mehr als 800 Jahre alte und überaus ereignisreiche Geschichte aufweist.

Auinger entließ seine „Schäfchen“ allerdings nicht ohne einen letzten kleinen Denkanstoß: „Jede Gegend hat historische Schätze zu bieten. Nach manchen muss man nur genau genug suchen – das ist die Herausforderung und das Interessante an unserem Beruf.“