Sanierungskurs: Plazebo lebt vorerst weiter. Gastronom Martin Broser bietet seinen Gläubigern eine 20-Prozent-Quote an. So will er den im Jänner dieses Jahres in den Konkurs geschlitterten Betrieb vor dem Aus retten.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 06. März 2019 (04:22)
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Das Café Plazebo: Über 20 Gläubiger haben ihre Forderungen angemeldet. Hauptgläubiger ist eine Vorarlberger Bank.

Gute Nachrichten für die Freunde der beliebten „Plazebo Coffee Lounge“ am Kirchenplatz: Der Betrieb, der Mitte Jänner in den Konkurs schlitterte (die NÖN berichtete), ist nun auf Sanierungskurs. Inhaber Martin Broser will sein Unternehmen aus der Zahlungsunfähigkeit – die Schulden belaufen sich auf 578.000 Euro – führen.

„Er wird den Gläubigern einen Sanierungsplan mit einer 20-Prozent-Quote vorlegen“, berichtet Insolvenzexperte Stephan Mazal vom Österreichischen Verband Creditreform. Über die Annahme entscheiden dann die Gläubiger.

"Wir werden das Ganze überstehen"

Das Kaffeehaus, das Ende 2006 erstmals seine Pforten öffnete und Platz für bis zu 60 Gäste bietet, wird also mit dem Ziel einer Sanierung positiv fortgeführt. Aktuell sind im Betrieb drei Dienstnehmer tätig. Broser selbst gab sich gegenüber der NÖN von Beginn an kämpferisch: „Wir haben weiterhin geöffnet und werden das Ganze überstehen.“

Was den Grund für die Insolvenz betrifft, meinte der Unternehmer schon kurz nach der Konkurseröffnung: „Das Problem ist, dass es in der Gastronomie grundsätzlich immer schwieriger wird.“ Ständig gebe es neue Auflagen, dazu kämen steigende Personalkosten.