Jugend aus dem Bezirk feierte beim Frequency ab. Die NÖN sprach mit jungen Menschen, die sich das Mega-Musikspektakel an der Traisen nicht entgehen ließen.

Von Stefan Havranek und Manuel Mattes. Erstellt am 21. August 2019 (04:21)
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Auch Janine, Sebastian, Natascha, Fabian, Sarah und Conny (v.l.) hatten viel Spaß im St. Pöltener Green Park.

Auch heuer strömten wieder Massen an Jugendlichen und Junggebliebenen in den „Green Park“ in St. Pölten, um beim Frequency-Festival mit ihren liebsten Musik-Acts eine dreitägige Party zu feiern. Die NÖN sprach mit Festival-Besuchern aus dem Bezirk, wie sie die Mega-Party an der Traisen erlebt haben.

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Julian und seine Freundin Kathi genossen das Frequency-Festival. Der Gänserndorfer hatte seine Tickets sehr kurzfristig gewonnen.

Für Julian Essl aus Gänserndorf kam der St.-Pölten-Trip überraschend: Als am Dienstag im Radio die letzten Tickets für das ausverkaufte Frequency-Festival verlost wurden, war er mit dem Handy am schnellsten und konnte auch das dazugehörige Gewinnspiel meistern. „Ich war schon zweimal am Frequency – einmal, als es noch in Salzburg war, und jetzt zum zweiten Mal in St. Pölten.“ Mit sieben Freunden aus Salzburg wurde am Campingplatz Vollgas gegeben – mit Trinkspielen wie „Flunky-Ball“ oder „Beer-Pong“.

„Zwei Tage im Zelt waren noch erträglich“

„Auf Billie Eilish, Astrix, Leoniden und Mavie Phoenix freue ich mich besonders“, gab er vor dem Festival zu Protokoll – danach war er begeistert von der Live-Show des englischen Newcomers Yungblud. Seine Freundin Kathi schwärmt von Macklemores Auftritt. Am Samstag war es für ihn Zeit abzureisen. „Zwei Tage im Zelt waren gerade noch erträglich, mehr wären dann schon grenzwertig“, schmunzelt Julian.

Für Natascha Schlor aus Groißenbrunn war es das erste Mal am Frequency: „Das Festival war super, am Gelände hat auch alles gepasst – nur der Zeltplatz war einfach zu klein“, berichtet sie: „Wir sind schon am Mittwoch angereist, als das Festival offiziell noch gar nicht begonnen hatte, und trotzdem konnten wir zu zehnt keinen geeigneten Platz finden.“ Deswegen wurde das Zelt kurzerhand abseits der regulären Campingmöglichkeiten aufgebaut.

„Macklemore, Billie Eilish und Anne Marie waren meine Favoriten, meine Freunde waren wiederum von 187 Straßenbande begeistert“, erzählt die Groißenbrunnerin. Den Nightpark habe man auch kurz besucht: „Öfter waren wir aber in der Ö3- Silent-Disco“, so Natascha. Die berühmte Abkühlung in der Traisen habe sie sich nicht gegönnt, aber: „Man hat viele Leute gesehen, die mit Campingstühlen im Fluss gesessen sind und sich abgekühlt haben.“

Trotz „vollen Programms“, also Festival von Mittwoch bis zum Abreisetag am Sonntag, stand die junge Marchfelderin der NÖN gleich nach ihrer Ankunft zu Hause bereitwillig Rede und Antwort.

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Lucas Böhm vom Roten Kreuz versah auch heuer Dienst.

Ein „alter Hase“ mit reichlich Frequency-Erfahrung ist Lucas Böhm – allerdings kennt er das legendäre Festival nicht aus der Perspektive der Gäste, sondern als Rotkreuz-Sanitäter der Bezirksstelle Gänserndorf: „Heuer war ich bereits das sechste oder siebente Mal dabei, mittlerweile bin ich primär für organisatorische Dinge verantwortlich“, so der 31-Jährige.

Womit werden die zahlreichen Rettungskräfte am Frequency eigentlich konfrontiert? „Hauptsächlich behandeln wir Insektenstiche und kleinere Schnittverletzungen, hin und wieder müssen wir auch dehydrierte Personen versorgen“, so Böhm im NÖN-Gespräch. Grundsätzlich laufe das Festival aber stets sehr gesittet ab, größere Eskapaden sind ihm nicht bekannt. Zeit für Musikgenuss bleibt dem gebürtigen Dürnkruter aber nur wenig.

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