Straßen als Hobby: Manfred Trost tritt in den Ruhestand. ÖVP-Verkehrsstadtrat Manfred Trost zieht sich aus der Politik zurück. Mit 69 Jahren will er endlich seine Pension genießen.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 26. Februar 2020 (05:03)
Noch-Verkehrsstadtrat Manfred Trost (69) kehrt der Politik nun den Rücken.
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„Es war meine persönliche Entscheidung und jetzt ist ein guter Zeitpunkt aufzuhören“, erklärt Manfred Trost im NÖN-Gespräch. 13 Jahre lang saß der gebürtige Jedenspeigener, der 1978 in die Bezirkshauptstadt übersiedelte, im Gänserndorfer Gemeinderat.

„Es war von mir eigentlich gar nicht beabsichtigt, dass ich in die Politik gehe.“ Dann aber kam das Jahr 2007. VP-Gemeinderat Anton Kögler nahm damals seinen Hut. Trost wurde von seiner Partei gebeten, ins Stadtparlament einzuziehen. 2015 wurde er schließlich zum Stadtrat gewählt.

„Mein Motto war immer: Nichts anstreben, aber auch nichts ablehnen. Und: Man ist auch verantwortlich für das, was man nicht tut.“ Der Posten als Verkehrsstadtrat war für Trost naheliegend, war er doch hauptberuflich als Straßenbautechniker tätig. Der Straßenverkehr hat ihn immer fasziniert, wie er selbst sagt.

Vom Maurer zum Straßenbautechniker

Dabei hatte Trost ursprünglich den Beruf des Maurers erlernt. Anschließend absolvierte er aber die HTL für Hochbautechnik. Sieben Jahre arbeitete er dann in einem Architekturbüro. Danach folgten 35 Jahre als Straßenbautechniker – bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2013.

Was waren eigentlich seine wichtigsten Projekte als Verkehrsstadtrat? „2015 war es die Unterführung beim Lagerhausweg, die wir erneuerten. 2016 stand dann die Erneuerung des Kinosteges am Programm. 2017 gab es die Umgestaltung der Hauptstraße und den Bau des Bus-Bahnhofes.“ 2018 folgte die Neugestaltung der Kudlich-Gasse. 2019 wurden der Bockfließerweg generalsaniert und das Verkehrskonzept für das Schul-Containerdorf entwickelt.

Was wird Trost in seiner Pension unternehmen? „Ich werde endlich mehr Zeit für mich haben – zum Walken und Radfahren und natürlich für die Familie. Wenn man keine Termine und Verpflichtungen hat, lebt es sich schon angenehmer.“