Wer fordert Lobner heraus?. Fix als Spitzenkandidaten sind Cap (SPÖ) und Krichbaumer (Bürgerliste). So gut wie fix ist Vlasak (FPÖ). Gerätselt wird noch, was die Grünen und Junger betrifft.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 25. April 2019 (08:15)
NOEN
René Lobner: Logisch, dass der Parteichef als Spitzenkandidat der ÖVP ins Rennen gehen wird.

Wann genau in NÖ und somit auch in Gänserndorf nächstes Jahr neue Gemeinderäte gewählt werden, steht noch nicht fest. Fix ist nur, dass es im ersten Quartal sein wird. Manche Polit-Insider rechnen mit einem Termin Ende Jänner, andere wiederum vermuten, dass der Urnengang erst Ende März über die Bühne gehen wird. Wer in der Bezirkshauptstadt als Spitzenkandidat seiner Partei antritt, steht teilweise schon fest.

Schindler
Ulrike Cap: SP-Stadträtin und Parteichefin tritt als Nummer eins ihrer Fraktion an.

NOEN
Peter Vlasak: Stadtrat und Fraktionschef wird als FP-Spitzenkandidat ins Rennen gehen.

NOEN
Gemeinderätin und Fraktionschefin Beate Kainz: Vermutlich tritt sie als Grünen-Spitzenkandidatin an.

Auch wenn der ÖVP-Parteivorstand noch nicht entschieden hat, kann man davon ausgehen, dass der amtierende Bürgermeister René Lobner, der auch als Abgeordneter im NÖ Landtag sitzt, die Kandidatenliste seiner Fraktion anführen wird. Parteiintern entschieden ist bereits, dass SP-Stadträtin Ulrike Cap als rote Spitzenkandidatin ins Rennen gehen wird. Sie soll, so der Plan der Genossen, den Bürgermeister-Sessel zurückerobern.

NOEN
Walter Krichbaumer: Er will seine Ein-Mann-Bürgerliste wieder in den Gemeinderat bringen.

Auch bei der FPÖ dürfte mittlerweile die Nummer eins auf ihrer Kandidatenliste feststehen. Wie die NÖN erfuhr, soll Stadtrat Peter Vlasak die Blauen auf die Siegerstraße führen. Parteichefin Sabine Singer, die 2015 als Spitzenkandidatin fungierte und seit einiger Zeit in der Steiermark arbeitet, dürfte – Gerüchten zufolge – aus der Politik bald ausscheiden.

NOEN
Siegfried Junger: Der derzeit parteiunabhängige Gemeinderat könnte mit einer Bürgerliste antreten.

Noch nichts entschieden ist bei den Grünen, die mit Margot Linke derzeit die Vizebürgermeisterin stellen (ohne Koalition, es gilt das freie Spiel der Kräfte). Linke war 2015 Spitzenkandidatin, könnte dieses Mal aber von Fraktionssprecherin Gemeinderätin Beate Kainz in dieser Funktion abgelöst werden.

Fix ist, dass für die Bürgerliste wieder Walter Krichbaumer als Nummer eins kandidieren wird. Das größte Fragezeichen gibt es bei Ex-SP-Fraktionschef Siegfried Junger, der sich mit der Partei überwarf und als wilder Gemeinderat im Stadtparlament sitzt. Er weiß eigenen Aussagen nach noch nicht, ob er mit einer Bürgerliste antritt oder nicht.