Groß-Enzersdorf: Ex-ÖVP-Stadtrat kandidiert für NEOS. In Groß-Enzersdorf wird ein 15-köpfiges NEOS-Team rund um Reinhard Wachmann bei den nächsten Gemeinderatswahlen antreten.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 21. August 2019 (13:25)
Haiderer
Reinhard Wachmann, Karin Wachmann, Indra Collini und Mario Kaider freuen sich schon auf die Gemeinderatswahlen.

„Die ÖVP ist für uns Geschichte“, betont Reinhard Wachmann. Ende Juni wurde der dreifache Familienvater als ÖVP-Stadtrat für Wirtschaft und Tourismus in Groß-Enzersdorf abberufen.  

Grund dafür: Bei der Abstimmung rund um den Bau eines Kindergartens, ein SPÖ-Antrag, wurde er in der Gemeinderatssitzung parteiintern aufgefordert, dagegen zu stimmen. Klubzwang! Er aber stimmte dafür. „Einen Kindergartenbau für politisches Kalkül zu missbrauchen, geht gar nicht“, sagt er. Und so wurde er abberufen.

Kandidatur im Jänner

Bis Ende der Legislaturperiode ist er freier Mandatar. Bei den Gemeinderatswahlen kommendes Jahr -voraussichtlich im Jänner - kandidiert er mit einem 15-köpfigen Team für die NEOS. Unter anderem mit dabei sind seine Frau und Mario Kaider, der den Boykott des Baus, nur um politische Stärke und Macht zu erreichen, ebenfalls scharf kritisiert.

Warum gerade NEOS? „Für mich ist es ganz wichtig, dass ein Systemwechsel in Groß-Enzersdorf stattfindet.“ Darüber hinaus gehe es hier um Themen, die er bei allen anderen Parteien vermisse, wie etwa Bildung.

Mitmachen statt mitsudern

Bei den vergangenen Gemeinderatswahlen zogen die NEOS übrigens vom Start weg in 25 Gemeinden ein. „Das ist vor uns noch niemanden gelungen“, freut sich NEOS-Landessprecherin Indra Collini. Die NEOS wachsen seit dem weiter. Und das nicht nur im Speckgürtel rund um Wien. Teams haben sich beispielsweise auch in Laa oder Horn gebildet.

„Es gibt eine große Sehnsucht nach anständiger Politik“, betont Collini. „Ibiza hat Österreich wachgerüttelt und war für viele ein Schockmoment. Viele Bürger wollen nicht mehr nur zuschauen, sondern wollen aktiv mitmachen.“ Auch nach Nachrichten, wie der millionenschweren Unterstützung der ÖVP durch eine Millionärin, sei das Bedürfnis der Bürger aktiv zu werden, mehr zu spüren.

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