Gleich drei VP-Kandidaten. Marianne Rickl, Josef Köpf und Karl Pfalz werden sich beim Urnengang um das Amt des Ortschefs bewerben. Die meisten Vorzugsstimmen sollen entscheiden.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 18. November 2014 (09:20)
Landtagsabgeordneter René Lobner, Josef Köpf, Marianne Rickl und Karl Pfalz mit dem Obmann der VP Groß-Schweinbarth Hannes Hautzinger, der die Präsentation der Bürgermeisterkandidaten moderierte.
NOEN, Mauritsch
Die Ortsorganisation der VP beschreitet einen unkonventionellen Weg bei der Bestellung ihres Spitzenkandidaten. Nicht einer, sondern gleich drei Anwärter gehen bei den kommenden Gemeinderatswahlen ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters (die NÖN berichtete).

Hauptziel der VP ist es natürlich, nach zehn Jahren die Stimmenmehrheit zurückzuerobern. Dass dies gelingt, daran hegte VP-Obmann Hannes Hautzinger bei der Präsentation keinerlei Zweifel.

Knapp an die 200 Bürger füllten den Hofkeller, als Josef Köpf, Karl Pfalz und Marianne Rickl vorgestellt wurden – jene Kandidaten, die die VP wieder zurück an die Spitze bringen sollen.

„Menschen möchten mehr mitbestimmen“ 

Warum man diese Methode wählte, legte Hautzinger wie folgt dar: „Aus der Bürgerbefragung im Sommer ging hervor, welche Themen den Groß- Schweinbarthern wirklich unter den Nägeln brennen. Vor allem aber haben wir gelernt, dass sich die Menschen sehr für die Gemeinde engagieren und gerne mehr mitentscheiden möchten.“ In der anschließenden Vorstellung legten die Kandidaten ihre Beweggründe und Ziele für die Zukunft der Gemeinde offen.

Jösef Köpf, Landwirt und Kommandant der örtlichen Feuerwehr, ist – wie er sich selbst bezeichnete – ein „gestandener Groß-Schweinbarther“. Seit frühester Jugend in Vereinen und Organisationen in der Gemeinde tätig, habe er gelernt, etwas zu bewegen. „Ich kenne viele der Bürger sehr gut und weiß, wo der Schuh drückt“, konkretisiert Köpf seine Ambitionen. Er ist verheiratet und hat außerdem einen Sohn.

Karl Pfalz sieht seine Beweggründe in der Verpflichtung der Gemeinde gegenüber. „Ich möchte beweisen, dass es möglich ist, die Gemeinde wieder zu einen und gemeinsam Beiträge für eine bessere Zukunft zu leisten.“ Seine Stärken sieht der Telekommunikationsprofi darin, gute Ideen aufnehmen und umsetzen zu können. Er stehe für ein konstruktives Klima und möchte das Potenzial für Verbesserungen nutzen. Pfalz ist verheiratet, hat zwei Töchter und wohnt seit 20 Jahren in der Gemeinde.

Rickl: „Möchte auch die Frauen motivieren“ 

Marianne Rickl setzt auf mehr Mitsprache und Einbindung der Bevölkerung. „Ich mag diesen Ort und seine Bewohner und stehe für einen Arbeitsstil, der geprägt ist von Zusammenarbeit und vermehrter Einbindung der Menschen.“ Besonders am Herzen liegen der Risikomanagerin die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Jugend und eine lösungsorientierte Kooperation mit der Wirtschaft. Mit ihrer Kandidatur möchte sie auch die Frauen motivieren, sich verstärkt in die Politik einzubringen. Rickl ist verheiratet, lebt seit 24 Jahren in der Gemeinde und ist Mutter zweier Söhne.

Unter den Zuhörern war übrigens auch die seit September amtierende SP-Bürgermeisterin Susanne Venos, die interessiert verfolgte, wer die Mitbewerber bei der kommenden Gemeinderatswahl sein werden.

„Wichtig, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen“ 

Gastredner und VP-Landtagsabgeordneter René Lobner bedankte sich für das große Interesse der Bürger an der Veranstaltung und hob die Einzigartigkeit dieser Vorgangsweise im Bezirk hervor. „Ich appelliere an alle Bürger, vom Wahlrecht unbedingt Gebrauch zu machen, um mit einer hohen Wahlbeteiligung das beste Ergebnis für die Gemeinde zu erzielen.“

Eine Aussage, die Vizebürgermeister Peter Berthold später zu der Aussage verleitete, man habe mit der SPÖ diese Ziele bereits bei der letzten Wahl erreicht.

Formell wird die Nominierung der drei Kandidaten so gehandhabt, dass bei der Gemeinderatswahl für Köpf, Pfalz und Rickl Vorzugsstimmen vergeben werden können. Hautzinger dazu abschließend: „Wir verpflichten uns, denjenigen mit den meisten Vorzugsstimmen für das Bürgermeisteramt zu wählen.“