„Glock“ baut groß aus

Erstellt am 11. Februar 2014 | 23:59
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DEUTSCH-WAGRAM / Die berühmte Pistolen-Firma errichtet an ihrem Standort in Deutsch-Wagram eine zweite Produktionshalle. Auch neue Arbeitsplätze könnten dadurch entstehen.
Von Thomas Schindler

Wie die NÖN vor wenigen Tagen erfuhr, baut die international bekannte Pistolen-Produktionsfirma Glock mit Sitz in Deutsch-Wagram jetzt kräftig aus. Errichtet werden ein neues Bürogebäude, eine zweite Produktionshalle sowie einige Schießkanäle, um die Waffen testen zu können.

„Soweit ich weiß, ist der Platz zu eng geworden“

Die Baugenehmigung wurde im März 2013 erteilt. Wenig später fuhren die ersten Bagger auf. Nachdem die Firma bzw. die handelnden Personen äußerst medienscheu sind, erkundigte sich die NÖN bei VP-Bürgermeister Fritz Quirgst: „Soweit ich weiß, ist der Platz zu eng geworden. Deshalb wird eine zweite Halle errichtet.“
 

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Hinter hohen Mauern und unzähligen Überwachungskameras verbirgt sich die in Deutsch-Wagram angesiedelte Glock-Zentrale. Hier werden auch die Pistolen für die österreichische Polizei gefertigt.Knotz
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Der Stadtchef ist natürlich froh, einen so großen Betrieb wie Glock in seinem Gemeindegebiet zu haben: „Dort arbeiten ca. 340 Angestellte. Die Firma ist mit Abstand der größte Arbeitgeber in Deutsch-Wagram.“ Den Ausbau sieht Quirgst positiv: „Schon zuletzt wurde hier die Anzahl der Arbeitsplätze erhöht. Nach dem Ausbau werden vermutlich abermals weitere Mitarbeiter aufgenommen.“

Glock übernimmt Baukosten der Straßenverlängerung

Warum scheut Glock eigentlich so die Öffentlichkeit? „Weil man dort Angst vor einer Werksspionage hat. Das Unternehmen stellt sogar selbst seine Maschinen und das Werkzeug her, die für die Produktion der Pistolen benötigt werden“, weiß der Bürgermeister.

Quirgst findet für die Firma Glock nur lobende Worte: „Als es um die Verlängerung der Fabrikstraße in Richtung L 6 ging – dieser Teil war noch nicht asphaltiert – hat das Unternehmen Glock die Hälfte der Baukosten übernommen. Das waren immerhin an die 112.000 Euro.“