Alle Mobilitäts-Ideen in einer Schau. Die Mobilitäts-Ausstellung wurde in vormaliger Unilever-Kantine eröffnet.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 13. September 2020 (04:53)
Das Ausstellungsteam: Das Grafikerduo Hanno und Viktoria Golub-Baschnegger, SP-Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec, Historiker Günther Steiner, Politologin Ulla Kremsmayer, Medienwissenschafter Georg Vogt, Grünen-Kulturstadtrat Martin Sommerlechner, die Gestaltungskünstlerinnen Gudrun Lenk-Wane und Edith Toure, Historiker Herbert Kovacics sowie Anthropologin Pamela Klena-Pail.
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Alles, was sich bewegt, fand Platz in dieser Ausstellung, die Grünen-Kulturstadtrat Martin Sommerlechner initiierte und organisierte. Die Leidenschaft für das Thema war „übrig geblieben“, als das Marchfeld sich vor gut zwei Jahren für die Landesausstellung bewarb, aber letztlich das Industrieviertel „die Mobilität“ zugesprochen bekam.

Nun wurden alle Ideen in diese Ausstellung gepackt. Von der Geschichte des Donau-Oder-Kanals über die Rückschau auf das Flugfeld Aspern, vom Weg der Karotte bis zu den Zukunftsvisionen für Stadt und Verkehr. Auch die Bewegung der Menschen in dieser Stadt war Thema.

Ursprünglich war dieser Teil als Überblick über die Flüchtlingsbewegung 2015 angedacht. Dann wurde daraus eine kleine Menschheitsgeschichte, die die Stadt und ihre Umgebung als eine Abfolge von Migrationsbewegungen darstellt: Von den ersten Siedlungsspuren in der Jungsteinzeit über die Völkerwanderung bis zur Stadtgründung unter den Bayern, den Zuzug aus den Kronländern im 19. Jahrhundert bis zur Stadtflucht der Wiener.

Auch die neuen Bürger, die dank Unilever, jetzt Ardo, gekommen waren, fanden Platz. Die künstlerische Gestaltung, die den Weg dorthin mit diversen Installationen markierte, hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt.

Bemerkenswert, wie mit einfachsten Mitteln – die Ausstellungswände sind aus Altkarton auf Bauzaun – eine spannende Inszenierung entstanden ist. Die Besucher der Eröffnungsveranstaltungen waren jedenfalls sehr positiv überrascht.