Eschensterben! Lobau wurde gesperrt. Fast alle Bäume sind von einem asiatischen Pilz befallen und drohen umzuknicken. Um schwere Unfälle zu vermeiden, darf der Wald nicht betreten werden.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 04. Juni 2020 (11:09)
Schilder warnen vor den erkrankten Bäumen.
Kremsmayer

Die Folgen des Pilzbefalls werden immer dramatischer. „Es gibt kaum noch eine gesunde Esche“, machen Forstfachleute klar. Gefährlich sei vor allem, dass der aus Asien stammende Pilz, das freundlich benannte „Eschen-Stängelbecherchen“, die Wurzeln befällt und die durchaus noch gesund wirkende Esche beim ersten leichten Lüfterl einknicken kann.

Die gesperrten Wege in der Lobau (grün).
Google Maps

Gefährlich ist das vor allem für Spaziergänger, die sich an die Taferln „Achtung Eschensterben“ bereits gewöhnt haben und gar nicht mehr mit einem umstürzenden Baum rechnen. Besonders gefährdet sind feuchte Standorte im Wald mit abgefallenem Laub als Infektionsquelle unter den Bäumen – wie eben in der Lobau.

Jetzt wird bis Ende Juni die Lobau im Bereich Egererbrückerl – vom Eingang in der Badgasse bis zu den beiden kleinen Brücken – gesperrt, sie wird zum forstlichen Sperrgebiet.

Die Gemeinde Groß-Enzersdorf und die Forstverwaltung Lobau der Stadt Wien warnen davor, das Gebiet zu betreten: „Im betroffenen Waldgebiet herrscht akute Lebensgefahr“, heißt es auf der Homepage der Stadtgemeinde. In der nächsten Zeit werden entlang der Wege die Eschen gefällt. Lobaubesucher werden gebeten, die Eingänge beim Elferl, beim Lobauspielplatz oder beim Uferhaus zu nutzen.