Groß-Enzersdorf

Erstellt am 11. Januar 2019, 04:00

von NÖN Redaktion

Innovation: Mit App das Klima hacken. Das Start-up „micromacro“ entwickelte eine App zur schnelleren Beantragung von Fördergeldern in der Landwirtschaft. Auch die Jury von „Greenstart“ ist begeistert.

Peter Comhaire, Robin Sandfort, Georg Dostal sowie Solweig Higel (v.l.) feierten ihren Einzug ins Finale.  |  privat

Eine Lösung für mehr Klimaschutz entwickelte das Team rund um „micromacro“, das zweite Start-up aus der Groß-Enzersdorfer Start-up-Schmiede „Gr.-Enz&Los GmbH“ von Unternehmensberater Peter Comhaire. Auch die Jury des Wettbewerbs „Greenstart“ konnte bereits vonder Idee überzeugt werden und nominierte die Firma als Finalist.

Wie das erste Start-up „Ögreissler“ möchte auch „micromacro“ den österreichischen Landwirten Lösungen bieten, mit denen sie durch bestimmte Maßnahmen für mehr Biodiversität und Klimaschutz auf nachhaltige Art und Weise auch mehr Geld verdienen können. Die Herangehensweise ist jedoch eine andere: Da es sowohl steigenden Bedarf an Dünger und chemischen Pflanzenschutzmitteln als auch an der Beregnung von Feldern gibt, stellt die EU den Landwirten Subventionen bereit, um das Aussterben der Bestäuber zu verlangsamen und besonders hochwertige Landschaftsbestandteile zu schützen.

Trotzdem können diese Fördergelder aufgrund des bürokratischen Aufwands für die Bauern oftmals nicht in Anspruch genommen werden – und genau hier möchte das innovative Unternehmen ansetzen: Mithilfe einer App sollen die Landwirte ganz einfach mit der Kamera und den Positionsdaten ihres Smartphones Förderungen für ihre schützenswerten Landschaftsbestandteile mobil beantragen können. Gleichzeitig wird dabei die Biodiversität gemessen, Zielarten werden registriert und die Kondition der Feldfrüchte erfasst.