NEOS haben neue Ideen. Bei Zusammentreffen wurden Vorstellungen für die Zukunft besprochen.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 07. Dezember 2019 (04:18)
Die NEOS-Riege für den Gemeindratswahlkampf: Reinhard Wachmann mit Mario Kaider, Martin Poglin und Ursula Eigner sowie Niki Scherak (l.).
Kremsmayer

„Neuen Spirit und Teamgeist“ beschwor NEOS-Vorsitzende Beate Meinl-Resinger via Videobotschaft, NEOS-Abgeordneter Niki Scherak outete sich als Groß-Enzersdorf-Insider, er hatte viel Zeit seiner Jugend hier bei Freunden – den Kindern des ehemaligen ÖVP-Stadtrates Alfred Skarabela – verbracht. Außerdem habe er seine erste Freundin in Raasdorf gefunden und freue sich über die große Schar der Interessenten, die ins Hotel am Sachsengang gekommen war.

"NEOS wollen auch offener sein"

Reinhard Wachmann, vormals ÖVP-Wirtschaftsstadtrat, derzeit „wilder“ Gemeinderat, hatte tatsächlich alle ihm Nahestehenden zusammengetrommelt, ÖVP-Abtrünnige, wie er auch sich selbst bezeichnete, alte Freunde und Familienmitglieder. Das Zünglein an der Waage wollen die NEOS im Stadtl sein, weg von der „Taktik der fundamentalen Rathausopposition“ von ÖVP und FPÖ. Die NEOS wollen auch offener sein und mit anderen zusammenarbeiten, wie sie es etwa bei der Idee des Mitfahrbankerls – gemeinsam mit den Grünen – gezeigt haben.

Der Ausbau der Öffis liege Wachmann am Herzen, er will die VOR-Kernzone bis hinaus zu den Katastralgemeinden erweitern, eine Lokalbahn von Aspern-Nord nach Orth führen, die Bus-Intervalle verdichten und das „Marchfeld mobil“ ausbauen. Allerdings will er auch möglichst schnell die Donauquerung. Zentral für die NEOS sei auch die Transparenz, daher wird gefordert, die Gemeinderatssitzung zu streamen. Seine Mit-Kandidaten sollen das Polit-Angebot abrunden: Mario Kaider will mehr Miteinander, objektiver und rationaler diskutieren; Stefan Dopplinger will sich dem Vereinswesen von Sport bis Kirche widmen; Martin Poglinger, IT-Spezialist, dem Internetausbau und der Jugend.