Regio-Podcast: Das Stadtl gehört gehört. Die neuen Radiomacher trafen einander zur Kick-off-Veranstaltung in Groß-Enzersdorf.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 23. Oktober 2020 (04:32)
Kick-off für den Regio-Podcast im Gasthaus Breinreich: Groß-Enzersdorf will von sich hören lassen.
Kremsmayer

Peter Dollak, dereinst Radiomacher und derzeit Unternehmensberater und Musiker aus Probstdorf, ist das professionelle Mastermind, das gemeinsam mit Grünen-Kulturstadtrat Martin Sommerlechner zur Kick-off-Veranstaltung für den geplanten Regio-Podcast gebeten hatte. Die Idee entstand im Frühjahr mitten im Lockdown. Agnes Pinter, die eine Selbsthilfegruppe für Parkinson-Kranke in Groß-Enzersdorf gegründet hatte, seufzte gegenüber Caring-Community-Organisator Ronnie Pelikan: „Wenn wir wenigstens voneinander hören könnten.“ Dieses Anliegen mündete nun in das Projekt eines Regionalradios auf Internetbasis, also eines regionalen Podcasts.

Die Gemeinde zeigte Interesse, beauftragte Dollak mit den ersten Schritten in diese Richtung. Leitlinien und Senderichtlinien wurden entworfen, eine Steuerungsgruppe gebildet. Zur Erkundung fuhr man auch nach Korneuburg, wo „Radio Korneuburg“ ein ansehnliches Programm mit ebenso ansehnlicher Hörerschaft bietet – alles auf rein ehrenamtlicher Basis, freilich mit Rückendeckung durch die Gemeinde.

Groß-Enzersdorf kann von sich hören lassen

Beim Kick-off hieß es dann, Groß-Enzersdorf könne von sich hören lassen. Jetzt geht es darum, genügend freiwillige Radioreporter aus allen Bevölkerungsschichten und Katastralgemeinden aufzutreiben, die nicht nur spannende Ideen, sondern auch die Bereitschaft zeigen, die dazugehörige Technik – laut Dollak „eh recht einfach“ – zu erlernen. Einige zeigten schon beim Kick-off auf.

Dollak wird an einigen Samstagvormittagen ab nächster Woche erste Podcast-Versuche begleiten. Wann auf Sendung gegangen werden kann? „Vielleicht schon bald, aber wir haben keine Eile“, so Dollak. Ziel sei es, in der ersten Ausbaustufe zwei bis drei Beiträge pro Woche zu haben, dies aber regelmäßig. Realistisch dafür erscheint ein Start im Frühjahr. Interessierte finden Informationen auf der Facebook-Seite der Stadtgemeinde.