„Facelifting“ für den Ort. Ob Feuerwehrhaus, Arzthaus oder Gemeindeamt – in der Gemeinde wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Bürgermeisterin Marianne Rickl sieht „Jahrhundertchance“.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 13. April 2019 (05:31)
Mauritsch
VP-Ortschefin Marianne Rickl freut sich, dass auch die Heizungsanlage im Meierhof ausgeweitet wird, um eine ganzjährige Nutzung zu ermöglichen.

Der Ort wird bald kaum noch wiederzuerkennen sein: Gemeindeamt, Feuerwehr, alter Kindergarten und Meierhof sind die Vorhaben in der Gemeinde, die zum Teil schon in Umsetzung und teils in Planung oder Vorgesprächen sind. Die NÖN sprach mit VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl über die anstehenden Aufgaben.

Mit einem Grundsatzbeschluss unterstützt die Gemeinde den Umbau- und Erweiterungsbedarf des Feuerwehrhauses. Ein mit dem NÖ Landesfeuerwehrverband abgestimmter Entwurf liegt bereits vor. Handlungsbedarf besteht ebenfalls bei den umliegenden gemeindeeigenen Gebäuden wie dem nicht mehr zeitgemäßen Gemeindeamt, dem alten Kindergarten oder auch dem Arzthaus.

„Wir wollen mit einer Konzeptplanung Ideen sammeln, wie das gesamte Areal als Einheit modern und zukunftsträchtig gestaltet werden kann“, sieht Rickl eine Jahrhundertchance zur Ortsgestaltung. 20.000 Euro nimmt die Gemeinde dafür in die Hand. Zeitnah soll das über die Bühne gehen, um den Florianis bei ihren Ausbauplänen nicht im Wege zu stehen.

Auch Rückhaltebecken wird bald kommen

Ebenso zukunftweisend ist der Bau des Rückhaltebeckens Hörstatt, ist dieses doch unumgänglich, um eine Siedlungserweiterung in diesem Gebiet ins Auge fassen zu können. Bis auf einen Grundeigentümer haben bereits alle einer Ablöse zugestimmt, die Detailplanung soll heuer stehen. Das Vorhaben ist mit 80 Prozent gefördert. Bauland ist rar in der Gemeinde. Im erst kürzlich aufgeschlossenen Areal „Am Weidenbach“ ist von 32 Grundstücken nur noch eines frei – und das bei einem Quadratmeterpreis von rund 100 Euro.

Die Erweiterung der Heizungsanlage für den gesamten linken Trakt des Meierhofes ist bereits beauftragt. Dadurch werden die Räumlichkeiten ganzjährig nutzbar sein und gleichzeitig wird Energie eingespart, sind doch die bislang verwendeten Elektroheizstrahler erstens ineffizient und zweitens kostenintensiv. Ein Wermutstropfen ist die Fällung des großen Nussbaumes im Innenhof. „Wir sind auf der Suche nach größeren Bäumen als Ersatz“, möchte Rickl die nun leere Fläche wieder begrünen.

Der Rechnungsabschluss weist im ordentlichen Haushalt einen Überschuss von 412.000 Euro, Rücklagen von 809.000 Euro und eine Besonderheit auf: Er wurde innerhalb der Auflagefrist nicht geprüft, da keine Sitzung des Prüfungsausschusses stattfand.