Nach Leserbrief: Heurigen-Besitzer kontern. Die Anschuldigen, ihr Betrieb wäre schädlich für die Umwelt, lassen Ernst und Carina Bauer nicht einfach auf sich sitzen. In der NÖN setzen sie sich zur Wehr.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 11. August 2019 (04:27)
Mauritsch
Ernst und Carina Bauer – hier vor ihrem Heurigenbetrieb am Sandberg – wehren sich gegen die Vorwürfe einer NÖN-Leserbrief-Schreiberin.

In ihrem Leserbrief an die NÖN beklagte Regina Gnauer aus Wolkersdorf (Bezirk Mistelbach) die zunehmende Austrocknung des Weinviertels und führte als Beispiel für die Bodenversiegelung auch den Heurigen am Sandberg in Groß-Schweinbarth an. Jetzt nimmt Eigentümer Ernst Bauer dazu Stellung.

Es stimme schon – das Gebäude hat drei Stockwerke. Aber Bauer betont: „Wir haben bewusst Kellerei und Lager in die Erde gebaut, sodass nach außen nur ein ebenerdiges Gebäude zu sehen ist. Das ist sowohl landschaftlich verträglicher als auch betriebstechnisch sinnvoll.“

"Wir hatten jahrelange Verhandlungen"

Keineswegs sei alles so einfach gegangen, wie dargestellt: „Wir hatten jahrelange Bau-, Wasserrechts- und Naturschutzverhandlungen.“ Regenwasser versickert am Eigengrund, eine technische Kläranlage dient der Entsorgung von Schmutzwässern und der Strombedarf wird über eine Photovoltaik-Anlage gedeckt.

„In den Böschungen hat sich sogar eine Bienenfresser-Kolonie angesiedelt“, so Bauer weiter, der sich gegen die Rundumschläge zur Wehr setzt. (Der Bienenfresser ist ein bunter Zugvogel, der in rund 80 cm langen Brutröhren in Löß- und sandigen Lehmteilwänden brütet, Anm. d. Red.)

Die NÖN fragte bei VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl zu den gesetzlichen Vorgaben nach: „Für die Errichtung eines landwirtschaftlichen Betriebes im Grünland ist ein positives Gutachten der Agrarbehörde notwendig.“ Dieses sei vorgelegen. „Ansonsten hätte das Vorhaben überhaupt nicht bescheidet werden können“, schließt Rickl.