Florianis leisten seit 125 Jahren Dienst am Bürger. Im Jahr 1894 nahm eine Erfolgsgeschichte ihren Anfang, der auch heute noch neue Kapitel hinzugefügt werden.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 23. Juni 2019 (05:52)
NLK/Burchhart
Große Freude herrschte bei den Silberhelmen über die Auszeichnung von VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die sie anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens erhielten.

Der Initiative des damaligen Bürgermeisters Jakob Neller und des Gemeinderates Friedrich Brauner (übrigens auch erster Kommandant der Wehr) ist es zu verdanken, dass die freiwillige Feuerwehr heuer ihr 125-jähriges Bestehen feiern kann. 1894 erging der Aufruf an die Männer, sich bei der Gemeinde zu melden. Zwischenzeitlich hat das weibliche Geschlecht bei den Florianis längst Einzug gehalten, wenn hier auch noch Platz nach oben ist.

Den ersten öffentlichen Auftritt hatte die Wehr bei der Auferstehungsfeier 1895 und seither ist die Truppe mit der schmucken Ausgehuniform bei kirchlichen und gesellschaftlichen Ereignissen in der Gemeinde stets vertreten. Als 1889 bei Leopold Gindl ein Brand ausbrach, bewährte sich die Wehr erstmals im Einsatz – das Ansehen der Kameraden wuchs.

Technische Einsätze fordern die Florianis

Waren es in der Vergangenheit hauptsächlich Brände, wird die Wehr in den letzten Jahren vermehrt zu technischen Einsätzen gerufen. Verkehrsunfälle, Hochwassereinsätze oder Katastrophenhilfe nach schweren Schneefällen standen immer wieder an. Und doch war die ureigenste Aufgabe der Feuerwehr beim größten Brandeinsatz in der jüngeren Geschichte gefragt – der Brand der Müllsortierhalle dem NUA 2004. 15 Wehren mit 35 Fahrzeugen und 220 Mann waren im Einsatz und mussten koordiniert werden.

Damit im Ernstfall auch alles reibungslos funktioniert, ist ständiges Üben notwendig. Eine spezielle Partnerschaft gibt es diesbezüglich mit der Feuerwehr Lassee. Eine Anfrage der Marchfelder Wehr wegen einer Atemschutzübung in einem Gärgaskeller beantwortete der damalige Kommandant Josef Edelhauser senior mit einem knorrigen „Daun kumt’s hoit aufa“.

Das geschieht mittlerweile seit 43 Jahren. Zum Anlass des 125-jährigen Bestehens richtet die Freiwillige Feuerwehr Hohenruppersdorf die Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerbe und den Abschnittsfeuerwehrtag aus. Am Samstag, den 22 Juni, treten die Wettkampftruppen an. Am Sonntag, den 23. Juni, gibt es einen Festakt mit Feldmesse, Kranzniederlegung und Ehrungen. Das Kommando unter Kommandant Josef Edelhauser, Stellvertreter Leopold Vock und Verwalter Robert Wernhardt lädt herzlich ein, an den Festivitäten teilzunehmen.

Übrigens: Die uralte Siebeneimer-Feuerspritze ist noch gut erhalten und wird anlässlich der Festtage wieder zum Einsatz kommen.