Hoch leben die Florianis. Ihr 125-jähriges Bestehen feierte die Freiwillige Feuerwehr mit den Leistungsbewerben sowie dem Abschnittsfeuerwehrtag, der zugleich Anlass für die Auszeichnung von verdienten Kameraden war – und deren gab es viele.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 24. Juni 2019 (18:46)

Pfarrer Norbert Orglmeister zelebrierte die Festmesse, musikalisch unterstützt vom Musikverein.

"Zivile" Personen erhielten höchste Auszeichnung

Zwei „zivile“ Personen erhielten mit der Floriani-Plakette die höchste Auszeichnung, welche der Feuerwehrverband in dieser Kategorie zu vergeben hat – zum einen Karl Steiner in seiner Funktion als Seniorchef von Landtechnik Steiner für die Unterstützung seiner Mitarbeiter bei Feuerwehreinsätzen. Wie weit das geht, war speziell beim Festakt am Sonntag zu bemerken, als Steiner den Florianis kurzfristig und unkompliziert seine eben erst eröffnete Halle als Ausweichquartier zum Schutz vor der herannahenden Gewitterfront anbot.

Zum anderen Nobert Klenkhart, der die Festräumlichkeiten seines Schlosses der Feuerwehr immer wieder für deren Veranstaltungen zur Verfügung stellt. Ehrungen erhielten auch Mitglieder der Exekutive und des Roten Kreuzes.

Waren sich die Festredner noch grundsätzlich einig, dass das Freiwilligenamt zu unterstützen ist, kamen im Einzelnen doch die parteilichen Unterschiede zutage. SP-Nationalrat Rudolf Plessl trat für eine offene Diskussion von Maßnahmen ein, während sich seine VP-Kollegin Angela Baumgartner, VP-Landtagsabgeordneter René Lobner und VP-Bürgermeister Hermann Gindl dafür aussprachen, in einem funktionierenden System nicht zu viele „Schrauben zu verstellen“.

Abschnittsfeuerwehrkommandant Reinhard Schuller sieht das im Raum stehende Thema der Bezahlung jedenfalls kritisch. Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schicker stellte die gelebte Kameradschaft in den Vordergrund und meinte: „Wir Freiwilligen können das vielleicht sogar besser als manch bezahlte Mitarbeiter.“

Ältestes Gerät noch immer funktionstüchtig

Das älteste Gerät der Feuerwehr Hohenruppersdorf ist übrigens fast 100 Jahre älter als die Wehr selbst. Die Feuerspritze aus dem Jahr 1805 wurde damals von Gewerbetreibenden unter der Federführung des Bäckers Grienwald angeschafft, ist immer noch funktionstüchtig und war der „Eyecatcher“ in der Halle.

Übrigens, die neue „Steiner-Halle“ weist die Akustik eines Konzertsaales auf, bietet Platz für jede Menge Menschen und hätte durchaus Potential als Veranstaltungsort – mal sehen, was noch daraus wird.