Der Fokus liegt ganz auf Kranz

Pro Jahr entstehen auf Wilhelm Langs Dachboden in Jedenspeigen etwa 6.000 Kränze für unterschiedliche Zwecke – nicht nur für Weihnachten.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 04:21
Lesezeit: 1 Min
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Wilhelm Lang auf seinem Dachboden inmitten unzähliger Kränze.
Foto: Vera Coursolle

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! Adventkränze stehen zur Zeit hoch im Kurs, wenngleich die Weihnachtsmärkte heuer großteils abgesagt wurden.

Gut jedenfalls, dass es Menschen gibt, die diese Gebinde in groß und klein, dick oder dünn, flach oder besonders wulstig herstellen – so auch der Jedenspeigner Pensionist Wilhelm Lang. Seine Abnehmer sind zwölf niederösterreichische Gärtner.

Während man früher hauptsächlich auf „Wiener Hochreifen“ zurückgriff, bestehen seine Exemplare aus Stroh. Auf seinem Dachboden im Hinterhaus entstehen pro Jahr rund 6.000 Kränze. Wenn man bedenkt, dass er pro Stunde etwa fünf bis zehn Stück anfertigt, kann man sich ausrechnen, wie viel Zeit er an seiner zu diesem Zweck spezialisierten Maschine verbringt.

Stroh stammt aus Eigenanbau

Übrigens: Lang wandert in seiner Freizeit auch gern entlang dem Jakobsweg. Tausende Kilometer hat er so über die Jahre schon zurückgelegt. Zurück zu den Kränzen: Lang bindet mit Naturgarn. Das verwendete Stroh stammt aus Eigenanbau. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Roggen. Roggen deshalb, weil es nicht den Geschmack der Mäuse zu treffen scheint, denn die kleinen Nager rühren das Material nicht an. Von den Unterlagen zur Herstellung von halbrunden Römerkränzen für Begräbnisse bis zu Allerheiligenkränzen reicht sein Sortiment.

Nicht zu vergessen die von Floristen geschmückten Blumengebinde, die rein dekorativen Zwecken dienen, wie Osterkränze und Türkränze. Manche finden auch als Tischschmuck Verwendung und landen am Teller hochrangiger Gäste. Auch als Kopfschmuck stellen die runden Kunstwerke oft ein beliebtes Accessoire dar, – meist bei Festen.