Gütliche Lösung erzielt. Durch den Einsturz einer Kellerröhre wurde ein Weingarten in Mitleidenschaft gezogen. Nun konnte eine Einigung erzielt werden, mit der alle Betroffenen leben können.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 19. November 2014 (09:07)
Das Loch ist zugeschüttet, der Weingarten wieder begeh- und befahrbar. Johanna Wötzl regt an, bei der Gelegenheit auch die Eigentümer der anderen alten Kellerröhren ausfindig zu machen.
NOEN, Mauritsch
Aus ungeklärter Ursache stürzte unter dem Weingarten der Familie Wötzl eine alte Kellerröhre ein und riss ein Loch in die Riede. Der Eigentümer des Kellers war jedoch nicht eruierbar (die NÖN berichtete). Nun fand die Angelegenheit doch ein gütliches Ende.

Johanna Wötzl hegte schon damals einen Verdacht, wem die Röhre gehören könnte. Nachdem diese Objekte selten einen eigenen Grundbuchseintrag aufweisen und auch in den Archiven der Gemeinde keinerlei Dokumente zu finden waren, die eindeutig auf die Eigentümerschaft schließen ließen, suchte Erhard Wötzl nochmals das Gespräch mit dem mutmaßlichen Besitzer, einer Familie aus dem Ort.

Alles noch im Herbst erledigt

Man vereinbarte, dass der Kellerbesitzer auf seine Ansprüche auf das Objekt verzichtete, die Familie Wötzl erhielt im Gegenzug freie Hand bei der Sanierung. Glücklicherweise gab die Gemeinde ihre Einwilligung zur Hinterfüllung des Loches mit Erde, sodass die Kosten überschaubar blieben. Zahlen wollte der Eigentümer der eingestürzten Kellerröhre nichts, Erhard Wötzl übernahm des lieben Friedens willen die Rechnung.

Ein paar Weinstöcke fielen Arbeiten zum Opfer, doch Wötzl zeigt sich zufrieden: „Mir war wichtig, dass alles noch im Herbst erledigt wird, damit die Bestellung des Weingartens nächstes Jahr ohne Verzögerungen beginnen kann.“

Johanna Wötzl hat noch eine Anregung: „Bei der Gelegenheit wäre es doch gut, wenn die Gemeinde auch die Eigentümer der anderen Keller ausfindig machen könnte. Die Röhren sind alle sehr alt, die Eingänge unverschlossen, da sollten dringend Maßnahmen gesetzt werden.“

„Weitere Eigentümer werden noch erhoben“

Übrigens: Unter das Grundstück der Familie Wötzl führen noch drei weitere Kellerröhren. SP-Bürgermeisterin Claudia Weber nahm auf Rückfrage der NÖN zu dem Thema Stellung: „Wir sind dabei, die anderen Eigentümer zu erheben. Bei den offenen Vorkappeln wird demnächst eine Absperrung errichtet.“