Ein Schelm, wer Böses denkt .... Über ein Fest für die ehemalige Gänserndorfer Synagoge.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:00)

Eigentlich musste man damit rechnen, dass irgendjemand auf die Idee kommt, für die ehemalige Gänserndorfer Synagoge, die 1889 errichtet wurde, heuer ein 130-Jahr-Gedenkfest zu organisieren. Dass dieser Jemand derzeit noch anonym bleiben möchte, zeigt natürlich, wie heikel das Thema ist: Auf der einen Seite steht die Gemeinde, die das schwer desolate Bethaus schon im Vorjahr abreißen wollte, auf der anderen Seite stehen jene, die das Gebäude unter allen Umständen erhalten wollen – allen voran die Grünen.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber: Mit dem besagten Jubiläumsfest, das von der Öko-Partei unterstützt wird, bezweckt man natürlich auch, dass ganz Österreich wieder auf Gänserndorf blickt. Umso schwieriger könnte es dann für die Gemeinde werden, ihre Abbruchpläne erneut auf den Tisch zu legen. Wie auch immer: Derzeit ist ohnehin das Bundesdenkmalamt am Prüfen – zum zweiten Mal. Die erste Runde hat es ja bekanntlich gegen die Gemeinde verloren.