Lasst die Jungs weiterspielen. Peter Sonnenberg über die Basketball-Bundesligaherren aus Deutsch-Wagram.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 03. Januar 2019 (01:00)

Zwölf Spiele, zwölf Niederlagen – bei so einer Bilanz wackelt ein Trainerstuhl nicht nur gehörig, sondern ist meist schon umgefallen. Nicht so bei den Union Deutsch-Wagram Alligators und deren Head-Coach Stefan Grassegger: Auch wenn seine Basketball-Herren abgeschlagen am Tabellenende der 2. Bundesliga liegen, verliert der „Mastermind“ des Projekts nie das Große und Ganze aus den Augen.

Das bedeutet in diesem Fall: Die Entwicklung steht im Vordergrund. Die der gesamten Mannschaft und auch jene der einzelnen Spieler. Kein Wunder, dass Grasseger nicht müde wird, zu betonen, dass das einzige Ziel sei, jeden seiner Schütz linge am Saisonende besser zu machen, als er es am Anfang war.

Das klingt auf den ersten Blick wie eine abgedroschene Floskel, ist auf den zweiten aber ein Bekenntnis zur Jugendarbeit, das weit über die üblichen Lippenbekenntnisse hinausgeht. Ja, es ist im Moment ein steiniger Weg, den die Deutsch-Wagramer gehen müssen. Klar ist auch: Ohne Erfolgserlebnis wird das kein einfaches Unterfangen. Und viel Lehrgeld zahlten sie schon bzw. müssen sie wohl auch noch bezahlen.

Aber Potenzial ist vorhanden, sonst hätten die Vienna Timberwolves, einer DER Vorzeigevereine Österreichs – Stichwort Jakob Pöltl –, niemals dieser Spielgemeinschaft zugestimmt. Also egal, was die Saison noch bringt: Lasst die Burschen einfach spielen.