So schnell geht es in der Politik. Über das drohende politische Aus für Rudolf Plessl.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 02. Oktober 2019 (04:00)

Das verheerende Wahlergebnis seiner Partei wird nun auch dem amtierenden SPÖ-Nationalrat Rudolf Plessl aus Gänserndorf zum Verhängnis. Seine einzige Chance für einen Wiedereinzug ins Hohe Haus war es ursprünglich, an die 5.000 Vorzugsstimmen zu ergattern. Aufgrund des Umstandes, dass die roten Genossen massiv Stimmen einbüßten, änderte sich die sogenannte Wahlzahl. Plessl benötigt deshalb nur noch etwa 3.800 Vorzugsstimmen. Aber auch diese Zahl scheint unerreichbar. (Das Vorzugsstimmen-Ergebnis stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.)

So schnell geht es also in der Politik: Einst Bürgermeister in Untersiebenbrunn, dann Bürgermeister und Nationalrat, zum Schluss nur noch Nationalrat – und jetzt gar nichts mehr? Nun, zurück in seinen Brotberuf als Kriminalpolizist kann Plessl auf jeden Fall. Dass ihm dieser Schritt gefällt, kann aber bezweifelt werden. Vielleicht findet sich ja noch ein politisches Amt für den altgedienten „Sozi“ – etwa als Bundesrat.