Acht Spiele sind auch schon irre. Über die anhaltende Serie des FC Marchfeld.

Von David Aichinger. Erstellt am 02. Oktober 2019 (02:48)

Der Aufstieg in die dritte Runde des Uniqa ÖFB-Cups blieb dem FC Marchfeld verwehrt. Kapfenberg nutzte die Nervosität des Ostliga-Spitzenreiters in Hälfte eins eiskalt aus und wurde bei der Auslosung fürs Achtelfinale mit einem Steirer-Derby gegen Sturm Graz belohnt. Das hätte sicher auch Mannsdorf/Groß-Enzersdorf geschmeckt.

Zumindest scheint die verpasste Chance, Geschichte zu schreiben, aber keinen größeren Schaden angerichtet zu haben. Drei Tage später mal so eben auswärts Mauerwerk zu überrollen, kann man so machen. Die Souveränität und Unnachgiebigkeit, die die Marchfelder mittlerweile in den meisten dieser Spiele an den Tag legen, ist beeindruckend. Und sie öffnet weitere Chancen auf Einträge in die Geschichtsbücher.

Um die Elf-Siege-Serie des SKN St. Pölten aus dem Jahr 2006 einzustellen, fehlen noch drei volle Erfolge, um sie zu knacken vier. Das übernächste Spiel bestreitet der FCM in Ebreichsdorf, das viertnächste bei Rapid II. Schlägt man tatsächlich (auch) beide Titelrivalen, würde das in der Tabelle ein minimum sechs Zähler großes Loch reißen und das Aulandstadion vom Titel träumen lassen. Gelingt das nicht, ist auch nicht viel passiert. Acht Siege in Folge sind in dieser starken Ostliga auch schon irre.