Breuers Abgang tut dreifach weh. David Aichinger über die drei Abgänge beim FC Marchfeld.

Von David Aichinger. Erstellt am 09. Januar 2019 (02:44)

Drei Abgänge auf Schlüsselpositionen in kurzer Zeit schüren beim FC Marchfeld Fragen: Ist dort alles in Ordnung, vor allem finanziell? Man kann das getrost mit ja beantworten. Klar hat das Ostliga-Team heute ein geringeres Budget als vor zwei, drei Jahren, man hört aber durch die Bank: Was hier ausgemacht ist, wird pünktlich eingehalten.

So haben die Abgänge – auch wenn sie wohl ein gewisser Spareffekt begleitet – in erster Linie andere Gründe. Bei Brnic sind diese am schwersten auszumachen, weil es sportlich lief, auch Mannschaft und Trainer gut mit dem „Co“ konnten. Und weil er selbst erst Anfang Oktober den bei den Spielern beliebten Richard Horinka beerbte.

Werner Gössinger, der sportliche Leiter, bat selbst um Vertragsauflösung. Der Verein hätte statt abnicken auch einlenken können. War man zuletzt aber tatsächlich so oft uneinig, wie es der Ex-Funktionär andeutet, ist die Trennung besser.

Und Konstantin Breuer, ja der strebt wieder einmal nach Höherem. Dass er gehen darf, ist ehrenwert, von den genannten Personalien aber am bittersten. Wer sich FC Marchfeld nennt, will auch Marchfelder DNA haben. Breuer erfüllt als einer der wenigen die geografischen und sportlichen Kriterien, und er hat noch einen Bonus: Ehrgeiz und Charakter, wie man ihn im Fußballgeschäft nur selten findet. So jemanden nicht halten zu können, tut dreifach weh.