Heizen mit Kachelofen: Wohlig-warm und CO₂-arm

Immer mehr Hausbesitzer wollen mit Holz heizen. Franz Kubena aus Lassee spricht über die vielen Vorteile dieser altbewährten Methode.

Erstellt am 28. November 2021 | 05:25
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Kachelofen Heizung Symbolbild
Foto: Shutterstock.com/Ryzhkov Oleksandr

Eine sehr gute Auftragslage für seine Branche sieht der Landesinnungsmeister der Hafner, Platten- und Fliesenleger, Franz Kubena aus Lassee. „Der Preis für Erdgas, Strom und Heizöl steigt, während jener von Holz stagniert.“ Die Heizkosten für ein Haus mit 200 Quadratmetern Wohnfläche betragen in einem Jahr 922 Euro, wenn das Heizmaterial Holz ist. Bei Pellets sind es 1.085 Euro, bei Erdgas 1.250 Euro, bei Heizöl 1.726 Euro und bei Strom sogar 3.380 Euro. Diese Zahlen wurden im September 2021 für den Österreichischen Kachelofenverband erhoben. Dazu kommt, dass die Energiepreise weiter steigen.

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Franz Kubenas Familienbetrieb in Lassee wird in dritter Generation geführt.
Foto: NÖN

„Natürlich kostet auch ein Kachelofen in der Anschaffung etwas. Im Durchschnitt würde ich für ein Wohnhaus mit 200 Quadratmetern rund 12.000 bis 14.000 Euro veranschlagen. Die Anschaffung amortisiert sich nach rund acht bis zehn Jahren“, rechnet Kubena vor.

Was noch für Kachelöfen spricht, ist die angenehme Wärme. „Kachelöfen werden in der Früh beheizt, was rund zwölf Stunden anhält. Dabei entsteht ein Wärmewirkungsgrad von mindestens 85 Prozent“, führt Kubena aus. Auch die Tatsache, dass Holz kein fossiler Energieträger ist und vorwiegend aus heimischen Wäldern stammt, ist für viele Konsumenten ein überzeugendes Argument. Darüber hinaus funktionieren Kachelöfen unabhängig vom Strom und arbeiten auch im Falle eines Blackouts verlässlich weiter.

Anfrage nach Kachelöfen ist stark gestiegen

„Früher hatten wir im Betrieb jährlich ein bis zwei Aufträge für gemauerte Küchenherde, jetzt sind es acht bis zehn. Auch bei den meisten meiner Hafnerkollegen sieht die Auftragslage ähnlich aus“, so der Innungsmeister. Wie viele andere Wirtschaftszweige hat jedoch auch diese Branche einen Mangel an Mitarbeitern. „Hafner sind das älteste Gewerbe der Welt, sie sind heute nur wenig bekannt. Daher gehen wir in Schulen und informieren“, schließt Kubena.