SP-Ortschef Nentwich tritt zurück - Nachfolge geregelt. Geschäftsführender Gemeinderat Clemens Nagel wird Amt im Sommer übernehmen. Ernst Schwarz bleibt SP-Vizebürgermeister.

Von Michaela Fiala. Erstellt am 08. März 2019 (13:33)
Gemeinde
SP-Bürgermeister Thomas Nentwich (links) plant eine geordnete, geregelte und vereinbarte Übergabe der Amtsgeschäfte an den geschäftsführenden Gemeinderat Clemens Nagel (rechts).

SP-Bürgermeister Thomas Nentwich wird noch vor dem Sommer sein Amt an den bisherigen Ortsparteivorsitzenden und geschäftsführenden Gemeinderat Clemens Nagel übergeben. In einer Aussendung bedankte sich das Gemeindeoberhaupt für das ihm entgegengebrachte Vertrauen: „Ich durfte jahrelang federführend für die Weiterentwicklung unserer schönen Gemeinde verantwortlich sein und mein Herz brennt nach wie vor für Leopoldsdorf. Als Bürgermeister muss man die Menschen schätzen und achten. Diese Grundeinstellung wird sich bei mir auch in Zukunft nicht ändern.“

Das Bürgermeisteramt lasse sich mit seiner leitenden Funktion im Sozialministerium aus Zeitgründen nicht mehr vereinbaren. Nach fünf Jahren im Gemeinderat, 14 Jahren als Vizebürgermeister und zehn Jahren als Bürgermeister, möchte Nentwich nun ruhigeren Zeiten in seinem Leben entgegensehen. Er erklärt: „Mein Tag müsste 48 Stunden haben, damit ich beide Funktionen engagiert, ideenreich, nachhaltig, sozial und zukunftsträchtig ausführen kann.“

„Aufhören, wenn es am Schönsten ist"

Beinahe 30 Jahre und somit mehr als sein halbes Leben habe er dem Wohl der Marktgemeinde gewidmet, nun plane er eine geordnete, geregelte und vereinbarte Übergabe der Geschäfte des Bürgermeisters. Nentwich besinnt sich auf Wesentliches: „Aufhören, wenn es am Schönsten ist, das gelingt nicht vielen Menschen. Ich bin gesund und möchte es auch bleiben. Ich bedanke mich bei allen Menschen, die mich in den vielen Jahren begleitet, unterstützt und auch gewählt haben.“

Clemens Nagel soll dem Bürgermeister nachfolgen und die SPÖ als Spitzenkandidat in die kommende Gemeinderatswahl führen. Die Mitgliederversammlung sprach dem bisherigen Ortsparteivorsitzenden und geschäftsführenden Gemeinderat gestern, Donnerstag, das Vertrauen aus.

Anfang Juli muss der designierte Bürgermeister noch im Gemeinderat gewählt werden. Nagel ist 37 Jahre alt und kann bereits mit fast zwei Jahrzehnten kommunalpolitischer Erfahrung aufwarten. Er sieht der neuen Herausforderung motiviert entgegen: „Was ich mache, will ich gut machen. Mein Arbeitsstil war immer ehrlich, engagiert, offen und demokratisch - und so soll es auch bleiben.“

"Mit Herz und Verstand" agiert

Er gehe immer mit Herz und Verstand an die Sache heran und lege trotz der SP-Mehrheit im Gemeinderat großen Wert auf Zusammenarbeit, Ruhe und Konsens. Denn Streit frustriere die Mitbürger und stehle den Verantwortlichen wertvolle Zeit und Kraft für vernünftige Arbeit. Nagel betont: „Es gibt in den nächsten Jahren in der Marktgemeinde noch genug zu tun.“

Ernst Schwarz wird weiterhin SP-Vizebürgermeister bleiben.