Rübenernte: Zukunft der Zuckerfabrik fast gesichert

Agrana-Chef Markus Mühleisen war zu Gast in Produktionsstätte Leopoldsdorf.

Erstellt am 29. November 2021 | 04:45
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Bürgermeister Clemens Nagel (2.v.l) begrüßte Agrana-CEO Mühleisen (3.v.l) zum Infogespräch in Leopoldsdorf. Mit dabei waren Zucker-Geschäftsführer Josef Eisenschenk (2.v.r.) , Werksleiter Elvis Makic (r.) und Vizebürgermeister Ernst Schwarz (l.).
Foto: Gemeinde Leopoldsdorf

Anlässlich des 120-jährigen Jubiläums der Zuckerfabrik trafen sich Agrana-Chef Markus Mühleisen und Bürgermeister Clemens Nagel im Rathaus von Leopoldsdorf. Sie besprachen die starke Identifikation der Gemeinde mit der Industrie sowie die Rübenkampagne und der Zuckerrübenanbau 2022.

Die Zuckerrübenkampagne startete in Leopoldsdorf Anfang Oktober und geht noch bis Ende Jänner. Die guten Zuckergehalte der heurigen Ernte bedeuten auch für Rübenbauern ein deutlich höheres Preisgeld für die Rübenbauern.

Positive Prognosen für das Folgejahr

Auch für 2022 sehen die Anbauvoraussetzungen für die Rübenbauern sehr gut aus. Einerseits wurde der Rüsselkäfer, der bis 2020 für enorme Schäden gesorgt hatte, zurückgedrängt. Andererseits steigen die internationalen Zuckerpreise, was auch den Rübenpreis positiv beeinflusst.

Aktuell sind für 2022 über 34.000 Hektar Zuckerrübenfläche kontrahiert. Für Agrana-Chef Mühleisen gilt: „Für den ökonomisch sinnvollen Betrieb von zwei Zuckerfabriken sind rund 38.000 Hektar Rübenanbaufläche notwendig. Sobald dieses Flächenniveau für 2022 fixiert wird, ist auch der Produktionsstandort in Leopoldsdorf gesichert.“

SPÖ-Bürgermeister Clemens Nagel zählt auf die Solidarität der Bauern aus dem Marchfeld, da die Wertschöpfung und Arbeitsplätze für die gesamte Region enorm wichtig seien. „Der Käfer ist weg, die Preise steigen – erhalten wir uns die Nahrungsmittelproduktion vor Ort, um nicht von importiertem Zucker abhängig zu werden!“

Vize Ernst Schwarz ergänzt: „Hindernisse bei der Rüben-Anlieferung sind nächstes Jahr nicht mehr zu erwarten, alle Straßen sind soweit saniert.“