UVP-Prüfung: "Längst überfällige Entscheidung zur S8". Bau der S8 durch Asfinag sei Grundlage für positive Entwicklung des Marchfelds.

Von NÖN-Redaktion, APA. Erstellt am 17. April 2019 (10:25)
Asfinag
Hier sollte die 310 Millionen Euro teure S8 einmal verlaufen. 

Erfreut zeigen sich die Verkehrsverantwortlichen in Niederösterreich über den positiven UVP-Bescheid für die S8 Marchfeldschnellstraße. „Diese lang überfällige Entscheidung bedeutet ein Aufatmen für die gesamte Region“, sind Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und Gänserndorfs Bürgermeister Landtagsabgeordnete René Lobner überzeugt. Erste Vorarbeiten werden von den beiden Partnern schon erbracht: Das Land Niederösterreich errichtet gemeinsam mit der Stadtgemeinde Gänserndorf derzeit den Zubringer Gänserndorf mit Kosten von etwa 6 Millionen Euro.

„Alle Pendler, die diese Strecke jeden Tag fahren müssen, und ganz besonders die Anrainerinnen und Anrainer erwarten sich zurecht eine baldige Verbesserung der Situation und eine Entlastung. Denn die Marchfeldschnellstraße würde zum einen die Ortsdurchfahrten von Gänserndorf, Strasshof oder Deutsch-Wagram entlasten. Zurzeit sind hier 24.000 Fahrzeuge am Tag, davon 2.000 LKW unterwegs“, erläutert Schleritzko. „Zum anderen ist der Bau der S8 auch die Grundlage für die positive Entwicklung des Marchfelds. Denn nur durch den Ausbau der Verkehrsanbindungen gibt es Möglichkeiten neue Betriebe und damit neue Arbeitsplätze in die Region zu holen und das Marchfeld damit wirtschaftlich weiter zu stärken“, fasst Schleritzko die weiteren positiven Auswirkungen der Marchfeldschnellstraße zusammen.

„Der intensive Einsatz aller Bürgermeister aus der Region hat sich gelohnt, denn gerade wir auf Gemeindeebene haben uns jahrelang für den Bau der S8 eingesetzt. Fakt ist, mit dem positiv abgeschlossenen UVP-Bescheid kommen wir dem Bau der S8 Marchfeld Schnellstraße einen Schritt näher. Nachdem wir in den letzten Jahren kontinuierlich Druck aufgebaut haben, sehen wir unseren Einsatz mit dem positiven UVP-Bescheid bestätigt. Im Wissen, dass wohl wieder ein Einspruch gegen die S8 zu erwarten ist, sind wir trotzdem froh, dass wir ein Etappenziel erreicht haben. Denn klar ist, dass die Marchfelsschnellstraße S8 über 18.000 Anrainerinnen und Anrainer vom Verkehr entlasten würde, daher werden wir uns auch weiterhin für den Bau intensiv einsetzen“, so René Lobner.