Wind ist im Vormarsch. Sechs neue Windkraftanlagen sollen in den nächsten Jahren Strom für rund 14.000 Haushalte produzieren. In betroffenen Gemeinden gab es nur wenige Gegner.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 03. Februar 2015 (08:41)
Im Bereich des bestehenden Windparks Klein-Harras I sollen in den nächsten Jahren sechs neue Windkraftanlagen errichtet werden.
NOEN, Mauritsch

Insgesamt sechs neue Windkraftanlagen sollen entstehen. Die notwendigen Umwidmungen wurden von den Gemeinderäten beider Gemeinden bereits beschlossen, derzeit laufen noch die Umweltverträglichkeitsprüfungen.

Drei Windräder möchte die WEB Windenergie AG im Bereich des bereits bestehenden Windparks Klein-Harras I errichten, und zwar südlich anschließend Richtung Matzen. Mit der Baugenehmigung wird bis Mitte 2016 gerechnet, je nach Zeitpunkt der Förderzusage ist der Baustart 2017 oder 2018 geplant. Die Anlagen vom Typ „Vestas V 126“ haben eine Nabenhöhe von 137 Metern bei einer Gesamthöhe von 200 Metern und sind damit etwas größer als die schon Betrieb befindlichen.

 Strom für etwa 7.000 Haushalte

Engagierter ist der Zeitplan der Errichtergesellschaft VIVAM von Benedikt Abensperg und Traun. Der Baustart ist nach Abschluss der Verfahren für Anfang 2016 vorgesehen und nach nur einem halben Jahr projektierter Bauzeit sollen die Windmühlen, wie der Experte die Anlagen bezeichnet, bereits in Betrieb gehen. Diese Windräder sind dem bestehenden Windpark vorgelagert und befinden sich auf Groß-Schweinbarther Gemeindegebiet. Strom für etwa 7.000 Haushalte sollen die Rotoren aus dem Wind ernten. Bauart und Höhe gleichen den geplanten Anlagen auf Matzner Gebiet.

Die Gegner waren in beiden Gemeinden spärlich gesät, die Verunstaltung der Landschaft und negative Auswirkungen auf die Gesundheit wurden ins Treffen gebracht. Der Großteil der Bevölkerung scheint den Vorhaben positiv oder zumindest neutral gegenüberzustehen. Benedikt Abensperg und Traun freut sich über den einstimmigen Gemeinderatsbeschluss: „Keinen falls wollte ich durch das Projekt eine Spaltung in der Gemeinde hervorrufen.“

Windpark-Finanzierung steht auf soliden Beinen 

Die Groß-Schweinbarther haben die bestehenden Windräder ja schon einige Zeit im Gesichtsfeld, erstmals wird mit diesen beiden Projekten aber auch Geld in die Gemeindekasse gespült.

Für die Beistellung von gemeindeeigener Infrastruktur kommen von der WEB einmalig 20.000 Euro und in weiterer Folge jährlich 5.000 Euro ab Baubeginn. Die VIVAM wird für die ersten 13 Jahre den beachtlichen Betrag von 810.000 Euro locker machen, wovon Abensperg und Traun für etwa zwei Drittel der Summe mit einer persönlichen Bürgschaft geradestehen. Insgesamt wird das Areal mit den bestehenden Anlagen also 13 Windräder umfassen.