Gänserndorf: Drei Jubiläen an einem Tag. Stadt, Pfarrkirche und die Gänserndorfer Polizei feierten Geburtstag – und die Gäste kamen in Scharen.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 14. Juni 2019 (17:32)

Immer mehr Infrastruktur und kulturelle Aktivitäten prägten die Gemeinde in den 1950er-Jahren. „So kam der Beschluss des Landtages, Gänserndorf zur Stadt zu erheben, nicht überraschend“, wird dazu in der Gänserndorf-Chronik geschildert. Die entsprechende Urkunde wurde am 1. Juni 1959 ausgestellt. In etwa im selben Zeitraum erfolgte auch die Grundsteinlegung der Kirche. Bereits 120 Jahre davor war in der Stadt, die damals noch ein Bauerndorf war, eine andere Instanz ins Leben gerufen worden: die Exekutive, die heuer damit ihr 180-jähriges Bestehen in Gänserndorf zelebriert.

So verschieden die feiernden Einrichtungen sind, so vielfältig war das Programm beim großen Jubiläumsfest am Freitag. In der Kirche ging der Festakt zum 60-jährigen Doppeljubiläum von Kirche und Stadt über die Bühne. Ehrengäste richteten ihre Grußworte an die Besucher, Sonderpostamt und Bibelausstellung wurden eröffnet.

Einsatz-Organisationen feierten mit der Polizei

Die Exekutive beging ihr Jubiläum deutlich actiongeladener: Das riesige Gelände des Rübenplatzes war gerade groß genug für das Mega-Event „Blaulichttag“. Nicht nur die Polizei, auch Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bundesheer, Zivilschutz, ÖAMTC und ARBÖ präsentierten sich dort. Polizeihunde zeigten ihr Können, ebenso das Cobra-Einsatzkommando.

Die großen und kleinen Besucher erfuhren mittels Simulatoren, wie sich Zusammenstöße anfühlen und warum es keine gute Idee ist, betrunken ins Auto zu steigen. Fahrzeuge konnten besichtigt, Blaulichter getestet und Infos zu vielen verschiedenen Themen, die die Einsatzorganisationen betreffen, eingeholt werden.

Orchester und Big Band der Polizeimusik NÖ sorgten auf der Sommerszene-Bühne hinter der Schmied-Villa für einen gebührenden Abschluss des Tages, zu dem sich dann schließlich alle – Vertreter der Stadtgemeinde, der einzelnen Blaulicht-Organisationen und der Kirche sowie viele Besucher – einfanden.