Gemeinderat: Gänserndorfer ÖVP-Team ist fixiert . Die Volkspartei hat nun 21 Mandate zu besetzen. Wer von den Türkisen in den Stadtrat einzieht, steht noch nicht fest.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 26. Februar 2020 (05:35)

Seit der jüngsten Gemeinderatswahl verfügt die ÖVP über 21 (bisher 14) der insgesamt 37 Sitze im Stadtparlament und somit über eine absolute Mehrheit. Mittlerweile steht auch fest, wer von der Volkspartei in den Gemeinderat einziehen wird (siehe Infos unten). Der bisherige Verkehrsstadtrat Manfred Trost hört aus Altersgründen auf, Daniel Kadletz (Platz 10 auf der Kandidatenliste) und Günter Perlega (Platz 22 auf der Liste) verzichten auf ihre Mandate.

Kadletz, der aufgrund seines Brotjobs derzeit zu wenig Zeit für die Politik hat, will sein Gemeinderatsmandat in etwa zwei Jahren annehmen. Dann wiederum wird die langjährige Stadträtin Christine Beck altersbedingt aus dem Gremium ausscheiden. Neun Gemeinderäte (13 bis 21 in der Infobox) ziehen neu ins Stadtparlament ein, wobei einer davon schon einmal im Gremium saß: Rudolf Stöger, einstiger ÖVP-Chef und Mentor des jetzigen Bürgermeisters René Lobner.

Auch im künftigen Gemeinderat wird es acht Stadträte geben. Fünf stehen der Volkspartei zu, zwei der SPÖ und einer gehört den Grünen. Lobner: „Wir haben die Ressorts überarbeitet, damit jeder Stadtrat in Zukunft nur noch einen Abteilungsleiter im Rathaus als Ansprechpartner hat. Das vereinfacht die Sache.“

Somit wird es folgende acht Ressorts geben:

1. Umwelt und Raumordnung

2. Bildung

3. Liegenschaft- und Gebäudemanagement

4. Sport, Freizeit und Jugend

5. Gesundheit, Soziales und Integration

6. Infrastruktur

7. Öffentlicher Personennahverkehr

8. Kultur, Kultus und Friedhof

Die SPÖ wird mit Michael Hlavaty und Ulrike Cap die Ausschüsse 3 und 5 leiten, Günter Schweitzer von den Grünen bekommt die Leitung des Ausschusses 7 übertragen. Die restlichen Ressorts übernimmt die ÖVP. Wer die Vorsitzenden sein werden, ist noch nicht fixiert.

Lobner hat auch ein Zuckerl für die FPÖ (zwei Mandate) und die NEOS (ein Mandat), die aufgrund ihrer „Größe“ keinen Anspruch auf Ausschuss-Mitglieder haben: „Wir von der Volkspartei überlassen ihnen einen Sitz pro Ausschuss. So können sich FPÖ und NEOS absprechen, wer welchen Ausschuss besuchen will, um sich dort aktiv einzubringen.“

Und wer bekommt den Obmann des Prüfungsausschusses? Lobner: „Den haben wir den Freiheitlichen angeboten – der größten nicht im Stadtrat vertretenen Fraktion.“ Die konstituierende Sitzung des Gemeinderates wird voraussichtlich am 4. März über die Bühne gehen. Dort werden dann der Bürgermeister, der Vizebürgermeister und die Stadträte gewählt.