Trafo-Trio im Umspannwerk Zaya ist vollständig

Das Herzstück des Umspannwerks, die drei Trafos sind vereint. Sie werden in Zukunft dafür sorgen, dass der Windstrom, der im Weinviertel erzeugt wird, im ganzen Land verteilt werden kann.

NÖN Redaktion Erstellt am 14. September 2021 | 15:47

Der letzte 300 Tonnen schwere Stahl-Koloss, ein Großtransformator, ist im Umspannwerk Zaya eingetroffen. Wie berichtet entsteht in Neusiedl an der Zaya derzeit ein Umspannwerk, um den Windstrom, der im Weinviertel erzeugt wird, über neue die neue Weinviertelleitung ins Stromnetz einspeist. Es soll im Sommer 2022 seinen Betrieb aufnehmen. „Die leistungsstarken Transformatoren verbinden künftig das regionale Stromnetz der EVN-Tochter Netz Niederösterreich mit dem überregionalen Netz der APG“, fasst Andreas Pischel, APG-Projektleiter, zusammen.

Die drei Trafos sind das Herzstück des neuen Umspannwerks und „stellen sicher, dass der im Weinviertel produzierte Windstrom verteilt und verbraucht werden kann“. Und zwar in der Region, als auch in ganz Österreich. 

Mit dem Zug und per Sondertransport ins Umspannwerk

Der erste und größte Trafo (380/220kV) wurde bereits im Frühjahr in drei Einzelteilen angeliefert. Im Juli und nun, Mitte September, kamen die beiden kleineren 380/110-kV-Trafos nach. Sie sind etwa 13 Meter lang und zehn Meter hoch. 

Der Trafo wurde mit dem Zug von Siemenswerk in Weiz nach Hohenau an der March gebracht. Von dort ging es via Sondertransport auf der Straße ins APG-Umspannwerk in Neusiedl an der Zaya. 

Was kostet so ein Transport? Etwa vier Millionen Euro pro Anlage. Es dauerte einen halben Tag, die Trafos abzuladen und schließlich Millimeter für Millimeter auf ihre Fundamente zu ziehen. „Die Montage bis zur endgültigen Inbetriebnahme dauert mehrere Monate“, sagt Pischel.

Die Bauarbeiten für die Weinviertelleitung und das Umspannwerk starteten im Herbst 2019. „Unser 200-Millionen-Euro-Investitionsprogramm im Weinviertel leistet einen wesentlichen Beitrag für das Gelingen der Energiewende sowie für die Elektrifizierung von Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft“, berichtet APG-Sprecher Christoph Schuh. Die hochmodernen Anlagen würden entscheidend zur „sicheren Stromversorgung Österreichs“ beitragen. Stolze 357 Millionen Euro sind es, die die Austrian Power Grid (APG) allein 2021 in das heimische Stromsystem investierte.