Neusiedl

Erstellt am 13. August 2018, 05:11

von Christoph Szeker

Projekte: OMV bohrt jetzt 6.000 Meter tief. Westlich des Steinbergbruchs und bei der Riede „Oberliß“ wird ab September gearbeitet.

Wie hier einst in Rannersdorf wird auch bald in Neusiedl gebohrt, und zwar gleich an zwei Stellen.  |  NÖN

Beim Zahnarzt sind es einige Millimeter – die OMV muss ganze 6.000 Meter bohren, um ihr Ziel zu erreichen. Im Gemeindegebiet sind mit Ende September zwei Bohrungen geplant, die „Dobermannsdorf 4“ und „Maustrenk Tief 1“ heißen werden.

Erstere wird westlich des Steinbergbruches bis zu einer Tiefe von knapp 2.000 Metern vordringen. Zweitere wird bei der Riede „Oberliß“ die Flysch-Formation entlang des Steinbergbruches bis auf 4.000 Meter erkunden.

"Bohranlagen entsprechen den höchsten Standards"

Um Kritik vorzubeugen, betont OMV-Geschäftsführer Reinhard Oswald: „Die OMV legt bei der Umsetzung der Projekte größten Wert auf Sicherheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit.“ Die Vorbereitungsarbeiten für die Projekte seien bereits am Laufen. Das betrifft vor allem den Bau der Bohrplätze und Zufahrten.

Zum Einsatz kommen bei den Arbeiten Bohranlagen von Firmen aus Österreich und Tschechien. „Die Bohranlagen entsprechen den höchsten technischen und umweltrelevanten Standards“, so Oswald. Sollten die Bohrungen erfolgreich sein, können sie an die bestehende Infrastruktur angeschlossen werden. Zur Zeit deckt die OMV zehn Prozent des heimischen Erdöl- und Erdgasbedarfs ab.