Raiffeisenbank-Tagung: Die Bank ist krisensicher. Die Geschäftsstelle Obersulz verwaltete 2020 72,8 Millionen Euro an Kundengeldern. Ausleihungsvolumen betrug 521,3 Millionen – eine Steigerung von 8 Prozent.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 21. Juni 2021 (05:06)
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Obmann Leopold Boyer, Geschäfts- leiter Wolfgang Hostetter, Holding-Personalchefin Elke Berger, Geschäfts-leiter Roman Hiebl, Franz Woditschka (hinten stehend) mit den Mitarbeitern Otmar Gruber, Marianne Jauk und Johann Steineder, die bereits 40 Arbeitsjahre in der Bank verbrachten.
Mauritsch, Mauritsch

Eine eindrucksvolle Bilanz konnten die Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Weinviertel Nordost präsentieren. Die Generalversammlung in Obersulz hat auch einen historischen Faktor, fußt die dortige Bankstelle doch auf der ersten Genossenschaftsgründung des heutigen Einzugsbereiches im Jahre 1889.

Obmann Leopold Boyer nützte seinen Bericht für einen Blick in die Vergangenheit – wohl auch, um die Entwicklung der Filiale deutlich zu machen. Waren es im Jahr 1971, dem letzten Geschäftsjahr vor der Fusion, noch umgerechnet bescheidene 492.000 Euro an Einlagen, verwaltete die Bankstelle Obersulz im Geschäftsjahr 2020 72,8 Millionen Euro an Kundengeldern. „Wir haben uns als finanzieller Nahversorger etabliert und heben uns mit unserer Strategie der Kundennähe stark von den Mitbewerbern ab“, so Boyer.

Geschäftsleiter Direktor Wolfgang Hostetter bestätigte: „Unsere Mitarbeiter hecheln nicht irgendwelchen Zahlen nach. Für sie steht der Kunde im Mittelpunkt.“ Eine Strategie, die durchaus von Erfolg gekrönt ist, was nach einem Blick auf die Bilanzzahlen deutlich wird. So stiegen im Berichtszeitraum die Einlagen der Gesamtbank um 12,5 Prozent auf 547,5 Millionen Euro.

Bank steht auf soliden Beinen

Mit einem Ausleihungsvolumen von 521,3 Millionen oder einer Steigerung von 8 Prozent kam die Bank den Investitionswünschen der Kunden nach. Mit einer soliden Gesamtkapitalquote von 90,4 Millionen Euro oder 19,9 Prozent liegt die Bank weit über dem gesetzlichen Erfordernis.

Der Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit war hauptsächlich den verringerten Wertpapiererträgnissen geschuldet, da die Europäische Zentralbank für 2020 ein Ausschüttungsverbot verhängte. Trotzdem konnten etwas mehr als 6 Millionen Euro den Rücklagen zugeführt werden. Turnusmäßig standen Wahlen im Vorstand und Aufsichtsrat an. Als Aufsichtsrats- vorsitzender-Stellvertreter wurden Klaus Chwatal sowie fünf weitere Aufsichtsratsmitglieder für die nächste Periode bis 2025 wiederbestellt.

Die Generalversammlung war auch Anlass, verdiente Mitarbeiter vor den Vorhang zu holen. Elke Berger, Personalchefin der Raiffeisen Holding, nahm mit dem Management die Ehrungen vor. Spenden gab es für die örtlichen FF, die Musikvereine sowie die Jugendorganisationen.