Schiffsband mit fulminantem Start. Die Donaureise der Musiker auf dem Ausflugsboot „Carnuntum“ hat begonnen. In Orth und Wien wurde bereits gerockt.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 09. Juli 2021 (05:51)

Die Mittagssonne strahlt vom blauen Himmel, Spaziergänger flanieren die Donau entlang, im Gastgarten des „Uferhauses“ sitzen die Gäste und verzehren knusprige Karpfen – da plötzlich füllt sich die Luft am Orther Donau-Ufer mit treibenden Beats, pumpende Bässe und Gitarrenriffs nähern sich. „Whatever you want“ schallt es vom Wasser gen Uferpromenade, wo sich schon die ersten neugierigen Zuhörer versammeln und ein Schiff erspähen, das stromaufwärts den Orther Hafen ansteuert und offensichtlich der Ursprung dieser akustischen Überraschung für die verdutzten Passanten ist.

Es handelt sich bei dem Schiff um das Ausflugsboot „Carnuntum“ mit Kapitän Markus Haider, das für einen Monat die „Carnuntum Schiffsband“ auf ihrem Weg die Donau stromaufwärts bis Regensburg beherbergen wird. Die vier „Jungs“ an Bord, die das Orther Ufer beschallen, sind Hubert und Karl Frings aus Stopfenreuth, Fred Härting aus Zwerndorf und Walter Hansi aus Oberweiden, die sich einen Jugendtraum erfüllen.

In Orth machen sie auf ihrer Reise, die in Hainburg startete, zum ersten Mal Halt, um den schon aufgeregt hüpfenden Uferhaus-Wirt Georg Humer an Bord zu nehmen – auch er macht den aufsehenerregenden Trip nach Deutschland mit.

Menschen tanzten am Ufer

In Orth wird ein kurzes Konzert gespielt, eine gut gelaunte Menschentraube versammelt sich am Ufer und tanzt ausgelassen zu Hits aus der Vergangenheit aber auch aktuellen musikalischen Stimmungsgaranten. Die vier Musikanten haben sichtlich ihre Hetz‘, ein breites Grinsen ziert ihre Gesichter. Als Humer und ein wenig Proviant aufs Schiff geladen wurden, geht es unter tosendem Applaus weiter stromaufwärts.

Szenenwechsel nach Wien: Um punkt 18.30 Uhr taucht am Donaukanal unweit der Urania die „Carnuntum“ erneut am Horizont auf, erste Fans und Freunde haben sich schon am Ufer von Wiens „Corona-Partymeile“ versammelt, um dem illustren Partyschiff den Donaukanal hinauf zu folgen. Immer mehr Musikbegeisterte schließen sich an.

Auch in den gut gefüllten Lokalen breitet sich Stimmung aus, fast eineinhalb Stunden wird so den Schaulustigen am Ufer des Kanals ein Schauspiel geboten, das in dieser Form wohl noch nicht oft zu sehen war. Und das war erst der erste Tag der Donau-Reise der „Carnuntum-Schiffsband“, bis Ende Juli befahren sie musizierend und gute Laune verbreitend den Donaustrom und geben jeden Tag auf ihrer Reise zumindest ein Konzert.

Wer den Junggebliebenen und ihren Freunden folgen will, findet Infos auf ihrer Facebook-Seite „Carnuntum Schiffsband“.