Ortschef hat große Pläne. VP-Bürgermeister Jantschitsch sprach über Aktivitäten des laufenden Jahres und künftige Projekte. Bauarbeiten sowie ein geplantes Nachtfahrverbot gehörten zu Hauptthemen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 06. Dezember 2014 (09:08)
VP-Bürgermeister Kurt Jantschitsch – hier mit den Gemeinderäten – informierte über die Tätigkeiten des heurigen Jahres und gab einen Ausblick auf die kommenden Projekte.
NOEN, Mauritsch

Im Rahmen von Informationsveranstaltungen in beiden Katastralgemeinden gab VP-Bürgermeister Kurt Jantschitsch einen Überblick über durchgeführte Projekte und eine kurze Vorschau auf Geplantes für 2015.

Einen großen Brocken im Budget vereinnahmte der Straßenbau – an die 400.000 Euro mussten aufgewendet werden, um Gehsteige, Straßenzüge und Fußwege zu sanieren oder neu zu errichten. Ein spezielles Augenmerk galt auch der Angleichung von unzähligen Kanaldeckeln, wodurch die Lärmbelastung verringert und die Schneeräumung erleichtert wird.

Jantschitsch dazu: „Wir sind die Gemeinde mit den höchsten Nächtigungszahlen im Weinviertel, durch die Sanierungsarbeiten bietet sich den Kurgästen und den Bürgern mehr Sicherheit.“

Siedlungsgebiet eignet sich für Passivhäuser 

Ein Pilotprojekt startete die Gemeinde bei der Erschließung neuen Baulandes am unteren Lüßfeld. Anstatt wie sonst üblich, rechteckige Bauparzellen aneinanderzureihen, lud Jantschitsch die Jugend ein, ihre Wünsche zu deponieren.

In Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich und einem ortsansässigen jungen Architekten entstand eine neuartige Gestaltung des Areals, das in strikter Nord-Südausrichtung Passivhaus-tauglich ist und auch gekuppelte Bauweisen erlaubt. Von den insgesamt 23 Plätzen ist nur mehr einer zu haben. Spannendes Detail am Rande: Bei Grabungsarbeiten für die Infrastruktur stieß man auf frühzeitliche Funde, die von Archäologen auf etwa 5000 vor Christus datiert wurden.

Neben dem Weidenbach soll – teilweise anstelle der alten Bahntrasse – in den nächsten Jahren eine Promenade entstehen, durchgehend von der Klinik bis zur Hochstraße. Derzeit läuft die Planungsphase, die Umsetzung wird nochmals ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen.

„Lade den Gutachter gerne in mein Haus ein“ 

Im kommenden Jahr geht auch die Neugestaltung des Turmplatzes bei der Feuerwehr Kollnbrunn in die finale Phase. Ein heißes Thema war auch der zunehmende Schwerverkehr aus der B 220. Die Gemeinde stellte einen Antrag auf Reduzierung der Geschwindigkeit für Lkw über 7,5 Tonnen auf 40 Kilometer pro Stunde sowie auf ein Nachtfahrverbot.


Die Prüfungsverfahren sind derzeit bereits im Laufen. Eine Anrainerin meinte dazu: „Ich lade den Gutachter gerne für eine Woche in mein Haus ein, dann wird er wissen, worum es uns geht.“