Auersthal: Mittelschule wird ein Großprojekt . Bau aus 1893 wird erweitert und grundlegend saniert. Bis Ende Juli können Architekten noch Vorschläge einreichen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 11. Juli 2020 (03:48)
VP-Bürgermeister Erich Hofer vor der Schule und demangekauften Altgebäude, das Platz für die umfangreichen Um- und Zubauten machen wird.
Mauritsch

Die Mittelschule platzt aus allen Nähten, der Um- bzw. Zubau durch die Mitgliedsgemeinden ist beschlossen. Die NÖN sprach mit VP-Bürgermeister Erich Hofer über das Megaprojekt und andere Vorhaben in der Gemeinde.

Die Schülerzahl an der Musikmittelschule wächst stetig. Heuer wird es erstmals drei Klassen pro Jahrgang geben. „Der Bedarf an einer Erweiterung hat sich in den letzten Jahren abgezeichnet. Wir haben Schüler aus 16 Gemeinden. Bereits 2019 gab es eine Raumbedarfsfeststellung durch das Land Niederösterreich.“ An erster Stelle steht die Erhöhung der Klassenanzahl pro Jahrgang, dazu kommen notwendige Nebenräumlichkeiten wie Garderoben und Sanitäranlagen. Das Schulgebäude datiert aus dem Jahr 1893. Damals war Barrierefreiheit noch kein Thema, beim geplanten Umbau sehr wohl. „Wir werden wohl einen Aufzug einbauen müssen“, verweist Hofer auf heute gültige Standards im Schulbau. Das Lehrerzimmer ist zu klein und bedarf ebenfalls einer Erweiterung.

Die Bedarfserhebung hat auch die Notwendigkeit eines zweiten Turnsaals ergeben, beherbergt das Gebäude neben der Musikmittelschule doch auch die Volksschule. „Wir wollen die Schule im Ortsverband belassen und haben das Nachbargrundstück angekauft“, berichtet Hofer. Rund 600 Quadratmeter misst die Parzelle – nicht besonders viel für die im Raum stehenden Zubauten.

56 Interessenten für das Bauvorhaben

Das Projekt wurde EU-weit ausgeschrieben, bereits 56 potenzielle Interessenten haben die Unterlagen bereits heruntergeladen. Bis Ende Juli haben Architekten nun Zeit, ihre Ideen und Lösungsvorschläge zu präsentieren. Ein Konsultant begleitet die Gemeinde bei dem Vorhaben. „Wir werden in der neu gebildeten Kommission entschieden, wie es dann weitergeht. Ein Beschluss soll noch heuer fallen“, skizziert Hofer den Zeitplan. Im nächsten Jahr ist die Ausschreibung geplant, möglicherweise auch der Baustart. Projektiert ist ein Kostenumfang von rund 6 Millionen Euro. Die Abwicklung und die Vorfinanzierung erfolgen durch die Gemeinde Auersthal, alle anderen Mitgliedsgemeinden beteiligen sich mit einer Pro-Kopf Quote.

Der Fitnesspark in der Nähe des Sportplatzes ist bereits zu 75 Prozent fertig. „Wir sind wegen des Wetters etwas in Verzug und rechnen mit einer Fertigstellung in den nächsten Wochen“, berichtet Hofer. An die zehn Fitnessgeräte stehen Bewegungshungrigen zur Verfügung. Das Vorhaben wurde im Zuge eines Leaderprojektes umgesetzt. Von den rund 85.000 Euro Gesamtkosten erhält die Gemeinde an die 34.000 Euro Förderung.

Der Neubau des Sparmarktes mitten im Ort ist zwar kein Gemeindeprojekt, liegt Hofer und dem Gemeinderat jedoch sehr am Herzen. „Ein Nahversorger im Zentrum ist wichtig für den Ort“, möchte Hofer wichtige Infrastrukturprojekte nicht am Ortsrand sehen. Das alte Haus neben dem jetzigen Markt ist schon abgerissen, Vorbereitungsarbeiten laufen. Wann allerdings der Bau tatsächlich startet, ist Hofer nicht bekannt.