Stadt Gänserndorf wird immer grüner. Die Gemeinde plant eine Jubiläums-Allee mit 60 Bäumen zwischen Stadt und Gänserndorf-Süd, einen Baby-Wald, Insekten-Hotels sowie ein Bio-Sackerl fürs Gackerl.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 31. Juli 2019 (05:02)
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Der neue VP-Umweltstadtrat Mathias Bratengeyer, Martina Liehl-Rainer (Gänserndorfs Regionalberaterin von Natur im Garten) und VP-Bürgermeister René Lobner (v.l.) haben viel vor.

Seit 1997 ist die Bezirkshauptstadt Klimabündnis-Gemeinde, seit dem Vorjahr auch Natur-im-Garten-Gemeinde. „Wir haben viel für die Umwelt getan – zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden montiert, Kindergärten, Volksschule und neues Hallenbad ökologisch gebaut, die Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet sowie die E-Mobilität forciert“, zählt VP-Bürgermeister René Lobner auf.

„Wir pflanzen pro Jahr auch 1.000 bis 5.000 neue Bäume in unserem 256 Hektar umfassenden Gemeindewald“, ergänzt der neue VP-Umweltstadtrat Mathias Bratengeyer. Aus dem fast nur aus Schwarzkiefern bestehenden Forst soll Schritt für Schritt ein Mischwald werden. Auch auf der Wiener Straße, in der Kudlichgasse, Scheunengasse und am Kirchenplatz seien zuletzt junge Bäume gesetzt worden.

Man versuche eben, die Stadt grüner und kühler zu machen. „Gerade während der sommerlichen Hitzeperioden, die sich aufgrund des Klimawandels in Zukunft häufen werden, kühlt jeder zusätzliche Baum oder Strauch den Beton bzw. Asphalt in einer Ortschaft“, so Bratengeyer.

"Beim Naturlehrpfad gibt es Info-Tafeln mit viel Wissenswertem"

Bereits im kommenden September wird in Gänserndorf-Süd im Bereich der Fuchsenwaldstraße ein neuer Naturlehrpfad eröffnet: „Dort gibt es Info-Tafeln mit viel Wissenswertem über die dortige Vegetation, was vor allem für Schüler interessant sein könnte.“

Was ist sonst noch alles im Namen der Umwelt geplant? Da Gänserndorf heuer 60 Jahre Stadterhebung feiert, wird die Gemeinde eine sogenannte Jubiläums-Allee aus 60 Bäumen errichten. Bratengeyer: „Und zwar neben dem Radweg zwischen der Stadt und Gänserndorf-Süd. Diese Allee soll symbolisieren, dass die beiden Stadtteile zusammenwachsen.“

Angedacht ist auch ein Babywald – das heißt, dass jedes Baby, das in Gänserndorf auf die Welt kommt, künftig einen eigenen Baum erhalten wird. Lobner: „Wir haben 65 bis 85 Geburten pro Jahr.“ Ein entsprechendes Grundstück für den Babywald wird noch gesucht.

Weiters ist geplant, dass jede Kindergarten- und Hortgruppe sowie alle Spielplätze sogenannte Insektenhotels bekommen. Lobner: „Wir sind im Gespräch mit der Lebenshilfe. Vielleicht bastelt sie die kleinen Holzhaus-Modelle für uns.“

Auch für die Hundebesitzer soll sich etwas ändern. „Das Sackerl fürs Gackerl besteht derzeit ja aus Plastik. Künftig soll dieses biologisch abbaubar sein. Immerhin fallen in der Gemeinde jährlich 40.000 bis 50.000 Sackerl mit Hundekot an“, erklärt der neue VP-Umweltstadtrat abschließend.