14-Jährige im U17-Volleyball-Team. Julia Trunner aus Schönkirchen-Reyersdorf spielte im Jänner mit Österreichs U17-Nationalteam in der EM-Qualifikation.

Von David Aichinger. Erstellt am 05. Februar 2020 (00:34)
Vielseitig: Im Verein spielt Julia Trunner außen, im Nationalteam diagonal.   
Florian Sedlacek

Der Papa ist ein bekanntes Gesicht im Sportbezirk Gänserndorf: Christian Trunner, Fußball-Schiedsrichter bis in die Regionalliga sowie einst Assistent auf FIFA-Ebene. Tochter Julia will sich erst einen Namen machen, ist aber auf einem guten Weg. Zumindest erlebte die Volleyballerin aus Schönkirchen-Reyersdorf im Jänner einen ganz besonderen Moment: Sie durfte mit Österreichs U17-Nationalteam bei der EM-Qualifikation in Zadar (Kroatien) spielen.

Dabei ist die Karriere der 14-Jährigen noch ziemlich jung, erst in der SMS Matzen erlernte sie mit zehn oder elf Jahren die Grundtechniken. Die folgenden Schülerliga-Einsätze erwiesen sich dann als Türöffner für weitere Schrittte. „Wir sind 2018 und 2019 zur Bundesmeisterschaft gekommen“, erzählt die junge Sportlerin: „2019 waren Trainer dort. Die haben mich und meinen Papa angesprochen, gesagt, dass ich Talent habe und mir die Schule empfohlen, auf die ich jetzt gehe.“

Das Leistungssportzentrum AHS Wien West ermöglicht der Schönkirchenerin nämlich regelmäßig eine intensive Volleyball-Woche: Dreimal wird am Vormittag mit der Schule trainiert, dazu kommen für Trunner zwei Einheiten bei Stammverein Sportzeit Stindl Gänserndorf II (ehemals VB Oberweiden) und zwei weitere mit der Nationalteamtrainerin in Wien.
In Zadar verpasste Österreich zwar den Einzug in die nächste Runde, für Trunner war es aber „trotzdem eine schöne Erfahrung“, die Lust auf mehr weckte: „Ich freue mich immer, wenn ich zu einem Lehrgang eingeladen werde, wie jetzt am 16. Februar. Das ist schon was Besonderes.“ Langfristige Ziele hat die 14-Jährige freilich auch: „Ich würde gerne irgendwann Bundesliga spielen und natürlich einmal so spielen können wie die Topspieler im Volleyball.“