Neues Bauland: „Wunderberg“ ist auf Schiene. Zivilingenieurleistungen für Wasser und Kanal wurden bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vergeben. Und: Das Parkbad setzt künftig vermehrt auf Saisonkarten.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 05. Juni 2020 (05:41)
Die Tische in Schulformation sind ungewohnt, aber der Corona-Situation geschuldet.
Mauritsch

Bei der ersten ordentlichen Gemeinderatssitzung standen der Rechnungsabschluss 2019, Straßenbaumaßnahmen und der Bebauungsplan auf der Agenda.

Ob die ungewohnt friedvolle Stimmung bei der Gemeinderatssitzung der Anwesenheit von Dechant Kazimierz Wiesyk oder der unaufgeregten Führung des neuen VP-Bürgermeisters Alexander Gary geschuldet war, bleibt offen.

Jedenfalls hieß der gar nicht kontaktscheue Dechant den Gemeinderat im Pfarrsaal – dem Veranstaltungsort der Sitzung wegen der Abstandsregeln - herzlich willkommen und sprach Glückwünsche für die Zusammenarbeit in der neuen Sitzungsperiode aus. Dann konnte Gary mit der Sitzung starten.

Die Abstimmung über den Rechnungsabschluss war einstimmig, der Prüfungsbericht makellos. Mit einem Jahresergebnis von fast 1,1 Millionen Euro, Rücklagen inklusive Istbestand von 6,1 Mio. Euro und einem Schuldenstand von 2,3 Millionen, wovon fast die Hälfe gemeindeeigene Darlehen sind, hat die Gemeinde ein sehr komfortables Polster für die Zukunft.

Siedlungsgebiet: „Hoffen, dass bis November alles durch ist“

Mit der Vergabe von Zivilingenieurleistungen für Wasser und Kanal im Siedlungsgebiet Wunderberg wurde der nächste Schritt in Richtung neues Bauland gesetzt. „Wir hoffen, dass bis November alles durch ist“, gab Gary einen Überblick über den Stand der Genehmigungen.

Ebenfalls zukunftsweisend ist die Entscheidung, einen Bebauungsplan für das gesamte Ortsgebiet zu erstellen. Bislang gibt es nur zwei Verordnungen, die allerdings mit Ende 2021 ihre Gültigkeit verlieren.

Die Mindestgröße der Bauplätze und die Errichtung von maximal zwei Wohneinheiten sollen eingearbeitet werden. „Wir haben viele sehr große Grundstücke in der Gemeinde, mit einem gültigen Bebauungsplan kann die Zersiedelung vermieden werden“, war sich Gary mit allen Mitgliedern des Gemeinderates einig.

Einstimmig genehmigt wurde die Preisgestaltung bei den Eintrittsgeldern ins Parkbad. Man setzt vermehrt auf Saisonkarten, entsprechend gibt es hier Reduktionen von rund 10 %. Neu ist eine eigene Karte für Jugendliche von 6 bis 12 Jahren für 4 Euro, wofür geschäftsführender Gemeinderat René Zettel von den Sozialdemokraten dankte: „Damit wurde unsere Forderung erfüllt.“