VP auf Konfrontation im Ortsparlament. Volkspartei hatte Einwände bei zwei Infrastruktur-Projekten. Außerdem wurden diverse Straßenbauarbeiten und Sanierung der Volksschulfassade beschlossen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 14. Juli 2019 (04:49)
Mauritsch
Geschäftsführender Listen-Gemeinderat Walter Münzker mit Listen-Ortschef Peter Hofinger und Amtsleiter Karl Stradner bei der Gemeinderatssitzung.

Jede Menge Auftragsvergaben in den Bereichen Straßen, Kanal- und Wasserleitungsbau standen auf der Agenda der Gemeinderatssitzung. Größtenteils herrschte Einigkeit, bei zwei Punkten ging die VP-Opposition jedoch auf Konfrontationskurs.

Eigentlich sollte bloß die Kostenerhöhung bei den Pflasterungsarbeiten im Schlosspark beschlossen werden, ein Mehraufwand von rund 17.000 Euro, der sich aus zusätzlich notwendig gewordenen Untergrundsarbeiten ergab. Dies rief die VP auf den Plan. „Das ist in etwa der Betrag, um den die anderen Angebote teurer waren. Warum hat die Firma das nicht vorher gewusst?“, argumentierte geschäftsführender VP-Gemeinderat Alexander Gary. Listen-Bürgermeister Peter Hofinger konterte: „Reinschauen können die auch nicht.“ Die VP enthielt sich der Stimme, beschlossen wurden die Zusatzkosten mit der Listen- und SP-Mehrheit.

Diskussionen auch um Zaun beim Spielplatz

Kontroverse Ansichten gab es auch zum Thema „Zaun beim Spielplatz im Schlosspark“. Wieder fand Gary kritische Worte: „Wir hätten einen anderen Standort bevorzugt. Dort wäre kein Zaun notwendig gewesen.“ Zudem lägen die Kosten schon weit über dem vorgesehenen Budget. Hofingers Antwort: „Die Sicherheit der Kinder geht vor.“

Zum – feststellungslosen – Prüfbericht von Ausschussvorsitzendem Michael Furch ergriff VP-Ausschussmitglied Franz Zillinger das Wort: „Das sind zahllose Inventarprüfungen. Der Vorsitzende hätte wohl wichtigere Bereiche für die Prüfung vorzuschlagen.“ Furch nahm den Einwand wortlos zur Kenntnis.

Das beschlossene Investitionsvolumen ist jedenfalls beachtlich. Allein die Kanalsanierung durch Neubau und die Wasserleitung in der Auersthaler Straße schlagen mit 377.000 Euro zu Buche. Dazu kommen Bauarbeiten in der Sondenstraße sowie am Sternweg in der Höhe von 230.000 Euro, die notwendige Sanierung der Volksschulfassade und diverse weitere „Kleinbaustellen“.

Die Gemeinde greift ebenso für die Gesundheit der Ortsbevölkerung in die Tasche. Für die Meningokokken-Impfung wird ein Kostenbeitrag von zehn Euro bezahlt, die Ärztegemeinschaft der Praxis Kozlowsky bietet die Impfung zusätzlich zu einem günstigeren Preis an.