Bedarf ist größer als Mittel. Wieder ist ein Stück des großen Zistersdorfer Straßennetzes saniert, in den Ortschaften warten allerdings noch viele Straßen auf neuen Belag. Das Budget ist ausgereizt.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 05. Juli 2020 (03:57)
Das Land nahm 255.00 Euro für die Sanierung der Landesstraße 3039 bei Gaiselbeg in die Hand: Nikola Kopitz, Bürgermeister Helmut Doschek, Josef Decker, Landesrat Ludwig Schleritzko, Nationalrätin Angela Baumgartner und Josef Dietrich.
NÖ Straßendienst

Tiefschwarz und eben wie ein Holzbrett ist nun die Landesstraße 3039. Sie verbindet Gaiselberg nach dem Ortsende mit der B 40 zwischen Zistersdorf und Maustrenk. Die Fahrbahn war auf einer Strecke von etwa einem Kilometer von starken Setzungen und Rissen gezeichnet.

255.000 Euro hat das Land Niederösterreich daher in die Hand genommen, um die Fahrbahn zu erneuern. Dabei wurde auf insgesamt 4.400 Quadratmetern alter Asphalt abgetragen und neuer wieder ausgebracht. Die Straßenmeisterei Zistersdorf sorgte allerdings auch für eine neue Tragschicht unter der Fahrbahn und für die Erneuerung des Banketts.

Als Gemeinde mit der größten Fläche verfügt Zistersdorf auch über ein entsprechend langes Straßennetz. Im Sinne kurzer Wege ist das ein Vorteil, für die Landesverwaltung und Bürgermeister Helmut Doschek (ÖVP) Stellt das Netz aus Asphalt in der Erhaltung allerdings eine Herausforderung dar: In den acht Katastralgemeinden um die Stadt Zistersdorf existieren neben den Ortsdurchfahrten zahlreiche Nebenfahrbahnen, die auf ihre Sanierung warten.

Das Straßenbaubudget der Stadtgemeinde reicht daher in keinem Jahr, um die Bedürfnisse der Ortsvorsteher gänzlich abzudecken. Dieses Jahr hat die Coronakrise die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage noch vergrößert, denn die Gemeinde hat wegen der absehbaren Einnahmenrückgänge die Projekte im Straßenbau kategorisiert: Knapp 160.000 Euro stehen für dringend notwendige Arbeiten zur Verfügung. 100.000 Euro sind für notwendige Erneuerungen vorgesehen und 90.000 Euro für weniger notwendige.