Bahnkunde ist von Verspätungen genervt. Ein Strasshofer reduzierte sogar seine Arbeitszeit wegen andauernder Zugausfälle. ÖBB: „Problem sind lange Fahrstrecken.“

Von Robert Knotz. Erstellt am 07. März 2019 (05:33)
Sonnberger
Ausfälle und Verspätungen sind laut Peter Sonnberger bereits ein Dauerfall.

Peter Sonnberger ist auf die Nordbahn sauer: Am vergangenen Mittwoch sei sein Zug aus St. Pölten mit 30 Minuten Verspätung angekommen. In weiterer Folge soll es einen Zugausfall wegen einer defekten Schnellbahngarnitur gegeben haben.

„Ich musste meine Arbeitszeit reduzieren, weil mich die verpassten Abschlüsse nervlich sehr stark belastet haben. Mehrmals bin ich pro Woche zwei Stunden statt 90 Minuten pro Richtung unterwegs“, so der genervte Bahnkunde.

"Die Nordbahn ist eine Katastrophe"

Jetzt fährt er nur mehr dreimal pro Woche zur Arbeit und auch dabei soll es bei einem Drittel der Fahrten zu Problemen kommen. Sonnberger weiter: „Die Nordbahn ist eine Katastrophe und die ÖBB bekommen das nicht und nicht in den Griff.“

ÖBB-Sprecher Christopher Seif: „Generell ist zur Nordbahn zu sagen, dass die Züge im Gesamtumlauf von Breclav bzw. Bernhardsthal über die Wiener S-Bahn Stammstrecke bis auf die Südbahnstrecke nach Payerbach-Reichenau im Einsatz sind.

In der Gegenrichtung enden die Züge in Bernhardstahl und fahren nach einem relativ kurzen Aufenthalt wieder in Richtung Wien (und weiter) ab.“ Und weiter: „Aufgrund der langen Fahrtstrecke können auftretende Verspätungen auf den genannten Verbindungen leider auch zu Verspätungen der Züge auf der Nordbahnstrecke bis Bernhardsthal führen.“