Grüner befürchtet bald Parkplatznot. Haitzer äußert harsche Kritik an der derzeitigen Bebauung. SP-Ortschef Deltl kontert.

Von Michaela Fiala. Erstellt am 16. März 2019 (04:27)
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Grünen-Gemeinderat Gerhard Haitzer

Die Gerüchteküche um Gerhard Haitzer brodelt: Es wird gemunkelt, dass der Grünen-Gemeinderat, der die Strasshofer Öko-Partei vor 14 Jahren gründete, demnächst sein Mandat zurücklegt. Die NÖN fragte nach, Haitzer reagierte verwundert und dementierte entschieden.

„Warum lässt SP-Bürgermeister Ludwig Deltl zu, dass in der Gemeinde so viel gebaut wird?"

Der Grünen-Politiker hat aber sofort ein Thema parat, das ihm ein Dorn im Auge ist: Die derzeitige Stadtentwicklung und die damit verbundene Parkplatzproblematik in der Marktgemeinde. Er stellt die provokante Frage: „Warum lässt SP-Bürgermeister Ludwig Deltl zu, dass in der Gemeinde so viel gebaut wird? Möchte er die Einwohnerzahl auf 15.000 Personen anheben, damit er selbst ein höheres Gehalt beziehen kann?“

Haitzer äußert zudem die Befürchtung, dass auf dem Gelände der Gärtnerei „Der Holländer“ in Zukunft Reihenhäuser entstehen könnten. Und dass sich durch die starke Bebauung die Parkplatznot weiter verschlimmern würde. Er befürchte, dass das Problem auch durch den Beschluss der letzten Sitzung, der zwei Parkplätze bei einer Wohnfläche von über 80 m 2 vorschreibt, nicht zu lösen sei.

NOEN
SP-Bürgermeister Ludwig Deltl weist auf Maßnahmen zur Reduktion der Bebauungsdichte hin.

SP-Bürgermeister Ludwig Deltl weist die Anschuldigungen scharf zurück: „Die Gemeinde unternimmt massive Anstrengungen, um die Bebauungsdichte zu senken. Die Geschoßflächenanzahl wurde minimiert, die genehmigte Gebäudehöhe wurde von 8 auf 7 Meter reduziert und bei großen Grundstücken wurde eine hintere Baufluchtlinie eingezogen.“ Die Errichtung einer Reihenhaussiedlung auf dem Firmengelände „Der Holländer“ könne ausgeschlossen werden, da für den Großteil der Fläche eine Grünlandwidmung vorliege.

Bei dem Gehaltsvorwurf reagiert Deltl gereizt: „Haitzer sollte wissen, dass es eine höhere Aufwandsentschädigung für den Bürgermeister erst ab 20.000 Einwohnern gibt.“