Kritik an Schulcampus: FP legt nach . Blaue fühlen sich nach Streit wegen Parkplatz-Problem bestätigt und orten Verbesserungspotenzial.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. Oktober 2020 (04:27)
Die Verkehrs- und Parkplatzsituation am Schulcampus ist der Strasshofer FPÖ weiterhin ein Dorn im Auge.
Gemeinde

Nach Veröffentlichung des NÖN-Berichts um die Verkehrs- und Parksituation am Schulcampus reagierte Billa mit einer klaren Absage gegenüber Parkplatznutzern, die diesen nicht zum Einkauf gebrauchen. Bei Verstößen wird mit einer Besitzstörungsklage gedroht, die Kosten von einigen hundert Euro verursacht. „Was von SP-Bürgermeister Ludwig Deltl als nicht nachvollziehbar bezeichnet wurde, bestätigt sich nun in dem Schreiben“, so FP-Gemeinderätin Brigitte Slama.

FP-Gemeinderätin Brigitte Slama fühlt sich in ihrer Kritik bestätigt.
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Die FPÖ Strasshof hatte die prekäre Park- und Verkehrssituation am Schulcampus bereits früher kritisiert. „Jetzt haben wir die Rechnung zu tragen und das auf den Rücken der Kinder. Der Verkehr wird auf weit gefährlichere Situationen hinauslaufen“, gibt FP-Gemeinderätin Sabine Kienberger zu bedenken. Die Sicherheitsmarkierungen vor dem Schulcampus entsprächen nicht denen eines Schutzweges. „Auch die Bussituation trägt leider nicht zur Erleichterung bei. Wir haben bereits vor Jahren aufgezeigt, dass mit drei Buslinien für 800 Schüler zu wenig Kapazität in den Schulbussen herrscht. Auch hier wurde uns nicht geglaubt“, so Kienberger, die „Druck“ von Deltl fordert: „Gesetzlich gesehen wäre der Bund für den Schülertransport zuständig.“ Ihrer Meinung nach hätte es ein verkehrstechnisches Gutachtens durch einen Sachverständigen noch vor Eröffnung der Schule gebraucht.

Ortschef Deltl äußerte sich bereits zum Thema: „Es gibt es eine Schulwegsicherung der Polizei.“ Er riet Eltern, die ihre Kinder in die Schule bringen bzw. von dort abholen, diese beim Kreisverkehr links in Richtung der Europa-Mittelschule bei der alten Bushaltestelle aussteigen zu lassen. Von dort aus könnten die Kids, ohne eine Straße zu überqueren, jede der Schulen erreichen. Im Bereich der EMS, in der Schönkirchner Straße sowie in der Zufahrt zum Gutshof gebe es genug Möglichkeiten, um kurz stehen zu bleiben. „Ich habe dort mehrmals in der Mittagszeit 15 bis 20 freie Plätze gezählt“, so der Bürgermeister.