„Bevölkerung einbinden“. Bürgermeister mehrerer Gemeinden äußern sich zur Aufnahme von Asylsuchenden in ihren Orten. Nicht überall stünden öffentliche Gebäude zur Verfügung.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 25. August 2015 (09:59)
NOEN, Mauritsch
Matzens SP-Ortschefin Claudia Weber berief eine Sonderbesprechung zum Asylthema ein.

Nach der großen Gesprächsrunde der Bürgermeister mit Bezirkshauptmann Martin Steinhauser zum Thema Unterbringung von Flüchtlingen fragte die NÖN bei einigen Bürgermeistern nach, wie sich die Situation in deren Gemeinden aktuell darstellt.

Gindl: "Noch keine offizielle Anfrage des Bundes"

„In Hohenruppersdorf stehen keine öffentlichen Gebäude zur Verfügung, bezüglich privater Unterkunftsmöglichkeiten ist mir noch nichts Konkretes bekannt“, so VP-Ortschef Hermann Gindl. Man habe auch noch keine offizielle Anfrage seitens des Bundes erhalten. Jedenfalls würde er eine Verteilung der Asylansuchenden bevorzugen, Ghettobildungen steht er negativ gegenüber.

Er gibt allerdings zu bedenken: „Eine prozentuelle Aufteilung als Maximalbesetzung steht für mich nicht in direkten Zusammenhang mit sozialer Verträglichkeit, gerade kleinere Gemeinden spüren das stärker.“

In Matzen sieht SP-Bürgermeisterin Claudia Weber die Informationsveranstaltung der Bezirkshauptmannschaft grundsätzlich positiv. Für diese Woche ist eine nicht öffentliche Besprechung des Gemeinderates angesetzt, wo sich die Gemeinderäte mit dem Unterbringungsmöglichkeiten und Konsequenzen für die Gemeinde intensiv auseinandersetzen werden.

Rickl: "Unterbringung von privater Seite"

Weber ist derzeit am Sammeln von Daten, Fakten und Zahlen. „Alle Gemeinderäte sollen am selben Informationsstand sein und genau wissen, was Sache ist“, setzt Weber auf größtmögliche Transparenz.

Kurz und bündig antwortet Bad Pirawarths VP-Ortschef Kurt Jantschitsch: „Es gibt derzeit nichts, worüber berichtet werden kann.“ Auch in Groß- Schweinbarth macht man sich Gedanken zu diesem Thema:

„Wir haben keine öffentlichen Gebäude zur Verfügung, Unterbringungsmöglichkeiten könnten nur von privater Seite kommen“, so VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl, die betont, dass die Aufnahme von Flüchtlingen ausschließlich im Einvernehmen mit der Bevölkerung vonstattengehen kann.